Phishing-Fälle steigen deutlich an

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Die Fälle von Computer- und Internetkriminalität nehmen weiter zu. Das zeigen das Lagebild Cybercrime des Bundeskriminalamts und aktuelle Umfragen des Hightech-Verbands BITKOM.

Einen deutlichen Anstieg der amtlich gemeldeten Fälle gab es im Jahr 2013 bei der Computer-Sabotage und der Erpressung von Internetnutzern. Nach einem vorübergehenden Rückgang erlebt das Phishing mit immer raffinierteren Methoden ein Comeback. So sieht das Lagebild des Bundeskriminalamts (BKA) zur Internetkriminalität im vergangenen Jahr aus.

Zwar verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2013 mit insgesamt 64.426 Fällen von Cybercrime lediglich eine Steigerung von rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (63.959). Polizeiliche Ermittlungen und verschiedene Studien weisen jedoch auf ein großes Dunkelfeld hin.

BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte: "Die Cyberkriminellen reagieren professionell und flexibel auf neue Sicherheitsstandards und passen ihre Methoden schnell den geänderten Rahmenbedingungen an. Das Gefährdungspotential für jeden Internetnutzer bleibt daher weiterhin hoch".

Computer-Viren bei 40 Prozent der Internetnutzer

Nach einer repräsentativen BITKOM-Umfrage unter 1.000 Internetnutzern in Deutschland sind mit 55 Prozent mehr als die Hälfte in den vergangenen 12 Monaten Opfer von Cybercrime geworden. Das entspricht rund 29 Millionen Betroffenen. "Cyberkriminalität kann jeden treffen", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage wurden bei 40 Prozent der befragten Internetnutzer in den letzten 12 Monaten die Computer mit Schadprogrammen infiziert. Kempf: "Internetnutzer können sich gut schützen, wenn sie die Gefahren kennen und sich achtsam verhalten."

Online-Banking: Erhebliche Gefahr durch Phishing

Auch beim Phishing im Zusammenhang mit Online-Banking, der wohl bekanntesten Variante des digitalen Identitätsdiebstahls, gab es erhebliche Anstiege. Für 2013 wurden dem Bundeskriminalamt 4.096 Phishing-Sachverhalte gemeldet. Das entspricht einer Zunahme der Fallzahlen um rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nachdem 2012 durch verschiedene Schutzmaßnahmen der Kreditinstitute, wie z.B. die Einführung des mTAN-Verfahrens, die Sicherheitsstandards beim Onlinebanking erhöht wurden, haben nach Feststellung des Bundeskriminalamts die Täter reagiert und neue Schadsoftware und Vorgehensweisen entwickelt, um diese zu überwinden.

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