Neue Urteile zur »Mietminderung«: Taubendreck

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Wer kennt es nicht: Auf dem Dachgebälk des Mietshauses lassen sich Tauben nieder. Ihr Kot und Dreck verschmutzt Hauseingang und Fensterbänke. Da in einem solchen Fall der Vermieter nichts unternahm, zogen die Mieter 10 % von ihrer Miete ab.
Das Amtsgericht Altenburg sah die Mietminderung als gerechtfertigt an. Ein Vermieter ist verpflichtet, während der Mietzeit das Mietobjekt in ordnungsgemäßem Zustand zu halten. Dazu gehört auch, dass er Beeinträchtigungen, die die Gesundheit der Mieter gefährden und die Mietsache verschmutzen, abwendet. Es ist bekannt, dass Taubenkot Krankheitserreger enthalten kann, die sowohl durch die Fenster als auch durch die Schuhe in die Wohnung der Mieter getragen werden. Außerdem können hierdurch die Fenster nur noch stark eingeschränkt geöffnet werden. Alles in allem liegt somit ein erheblicher Mietmangel vor (AG Altenburg, Urteil v. 7.1.2005, Az.: 5 C 857/04).

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