Neue Urteile zur »Mietminderung«: Kinderlärm

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Die Bewohnerin eines Mietshauses fühlte sich durch morgendlichen Kinderlärm im Treppenhaus erheblich gestört. Sie beschwerte sich bei ihrem Vermieter darüber, dass das Kind einer Nachbarin ca. ein- bis zweimal pro Woche gegen 7 Uhr früh und manchmal auch noch früher zu hören sei. Aus diesem Grunde minderte sie die Miete.
Die Richter beim Landgericht München bescheinigten der Mieterin in ihrem Urteil, dass Kinderlärm im Treppenhaus als »Zukunftsmusik« hinzunehmen sei und kein Recht zur Mietminderung darstelle. Von Kindern gehe generell in einem Mehrfamilienhaus ein gewisser Lärm- und Geräuschpegel aus, der hinzunehmen sei. Das Ruhebedürfnis Einzelner könne nicht jegliche Lebensäußerung anderer verhindern. Diese tritt nun einmal auf, wenn eine berufstätige Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen morgens ihre Wohnung verlassen muss. Sie muss nicht fluchtartig das Treppenhaus verlassen (LG München I, Urteil v. 4.3.2005, Az.: 24 U 198/04).

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