Mitführpflicht für Warnwesten – nicht nur in Pkws

 - 

(verpd) Studien belegen: Wer aufgrund einer Panne oder eines Unfalles aus dem Auto aussteigt und dabei eine Warnweste trägt, minimiert sein Unfallrisiko.

Denn er wird dadurch schneller und besser von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen als ohne. Dies ist mit ein Grund, warum in vielen europäischen Ländern – und seit letztem Jahr auch in Deutschland – eine Mitführpflicht von Warnwesten in Autos besteht. In manchen Ländern ist nicht nur das Mitführen, sondern auch das Tragen einer Warnweste bei einer Panne oder einem Unfall vorgeschrieben.

Immer wieder werden nach einer Panne oder einem Verkehrsunfall Ersthelfer oder Unfallbeteiligte von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erfasst und dabei verletzt oder sogar getötet, weil der Fahrer die Person nicht gesehen hat. Um dies zu vermeiden, gibt es mittlerweile in den meisten europäischen Ländern eine Pflicht, eine Warnweste im Auto mitzuführen beziehungsweise diese anzuziehen, wenn man bei einer Panne oder einem Unfall den Wagen verlässt.

Verkehrssicherheits-Experten zufolge wird nämlich jemand, der eine Warnweste bei Dämmerlicht trägt, bereits auf eine Entfernung von 150 Meter erkannt. Ohne Weste sind es 80 Meter. Je früher ein Verkehrsteilnehmer den anderen erkennt, desto mehr Zeit hat er auszuweichen oder anzuhalten.

Mitführpflicht in Deutschland ...

Seit 1.7.2014 muss in allen hierzulande zugelassenen Pkws, Lkws, Zug- und Sattelzugmaschinen sowie Bussen mindestens eine Warnweste, die der europäischen Norm EN ISO 20471 entspricht, im Fahrzeug vorhanden sein.

Die Warnwesten sind in unterschiedlichen Größen in den Farben Orange-Rot, Orange oder Gelb erhältlich und haben zwei reflektierende Streifen im unteren Bereich der Rück- und Vorderseite. Wichtig ist, dass die Warnweste für die Insassen griffbereit ist, also beispielsweise in den Seitenablagen der Autotüren und nicht im Kofferraum verstaut werden.

Aus Sicherheitsgründen empfehlen Experten, nicht nur eine Warnweste mitzuführen, sondern so viele dabeizuhaben, wie Pkw-Sitzplätze vorhanden sind. In manchen EU-Ländern ist dies bereits Pflicht.

... und Tragepflicht in anderen europäischen Ländern

Jeder Kfz-Insasse sollte die Warnweste beim Aussteigen nach einer Panne oder einem Unfall zudem auch tragen. In Ländern wie in Belgien, Bulgarien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Montenegro, Österreich, Portugal, Norwegen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Serbien, Schweiz, Spanien, Tschechien und Ungarn gibt es bereits eine entsprechende Tragepflicht.

In Belgien, Bulgarien, Kroatien, Luxemburg, Slowakei und Ungarn gilt die Warnwestenpflicht auch für Motorradfahrer. In einigen Ländern gibt es unter bestimmten Bedingungen auch eine Warnwesten-Tragepflicht für Radfahrer und/oder Fußgänger. So muss in Ungarn jeder Fußgänger und Radfahrer, der außerhalb einer Ortschaft unterwegs ist, eine Warnweste tragen. Nachts und bei schlechten Witterungsverhältnissen auch am Tage gilt die Tragepflicht in Frankreich für Radfahrer und in Luxemburg für Fußgänger auf Landstraßen.

Wer keine Warnweste in Deutschland mit sich führt, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 15 € rechnen. Im Ausland kann es noch teurer werden: Wer beispielsweise in Belgien, nachdem er eine Panne oder einen Unfall hatte, aus dem Auto aussteigt, ohne eine Warnweste anzulegen, kann mit einem Bußgeld von über 1.300 € bestraft werden.

Weitere News zum Thema

  • Gelegentlicher Drogenkonsum gefährdet den Führerschein

    [] (verpd) Wird bei einer Verkehrskontrolle festgestellt, dass der Fahrer zumindest gelegentlich Cannabis konsumiert hat, und wird dies durch bestimmte körperliche Auffälligkeiten unterstrichen, ist es im Interesse der öffentlichen Sicherheit, ihm mit sofortiger Wirkung die Fahrerlaubnis zu entziehen. Das gilt auch dann, wenn er schon längere Zeit kein Cannabis mehr konsumiert hat und die Folgen des Entzugs der Fahrerlaubnis für ihn gravierend sein könnten. So lautet ein Beschluss der 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Schwerin (Az. 4 B 2524/15 SN). mehr

  • Karneval zwischen Toleranz und Recht

    [] (verpd) Bis zum Aschermittwoch, am 1. März, vergnügen sich wieder zahlreiche Jecken auf Umzügen und Feiern. Doch auch wenn so manches bis dahin toleranter gesehen wird als außerhalb der Karnevalszeit, gibt es auch hier für vieles Grenzen, da die geltenden Gesetze weiter gelten. Dies belegen auch diverse Gerichtsurteile. mehr

  • Sofortige Hilfe für Verzweifelte

    [] (verpd) Diverse Gründe wie Partnerschafts- und Familienprobleme, Nöte durch Sucht und Erkrankung bis hin zu Versagensängsten und Schwierigkeiten in der Schule oder im Beruf führen dazu, dass so mancher nicht mehr weiterweiß. Diverse Beratungsstellen sind darauf spezialisiert, verzweifelte Personen, egal welchen Alters, kostenlos und anonym zu beraten und gegebenenfalls die passende Hilfe vorzuschlagen. mehr

  • Betrunkener Fußgänger randaliert: Führerschein weg

    [] Die Fahrerlaubnisbehörde erfuhr durch ein polizeiliches Einsatzprotokoll von einem Vorfall, bei dem ein betrunkener Mann ein äußerst aggressives Verhalten an den Tag legte. Sie entzog ihm deshalb den Führerschein. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.