Kostenloser Reifencheck

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(verpd) Seit einigen Jahren bietet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) im Rahmen der Initiative „Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer sicher!“ die Aktion „Wash & Check“ deutschlandweit an. In diesem Jahr werden Reifenexperten vom 7. bis 20. September an diversen Standorten im gesamten Bundesgebiet die Reifen der Autofahrer kostenlos kontrollieren, die Fahrer beraten und für Fragen zur Verfügung stehen.

Wer sichergehen möchte, dass mit seinen Reifen alles in Ordnung ist, erhält bei der „Wash & Check“-Aktion vom 7. bis 20.9.2015 deutschlandweit an rund 250 Waschstraßen kostenloses Informationsmaterial, das zeigt, wie man seine eigenen Pkw-Reifen auf Sicherheitsmängel kontrolliert.

Zudem überprüfen Experten bei dieser Aktion an 26 Wachstraßen vor Ort gratis den Sicherheitszustand der Reifen. Interessenten erfahren online unter www.reifenqualitaet.de, an welchen Waschstraßen dieser Service angeboten wird. Die Kontrolle erfolgt im Rahmen der Initiative „Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR).

Die häufigsten Mängel

Die „Wash & Check“-Aktion des letzten Jahres zeigte, dass vier Prozent der Autos nicht die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufwiesen. Zwölf Prozent der Pkws waren mit einer für die Straßenverhältnisse falschen Bereifung unterwegs, 17 Prozent hatten veraltete Pneus aufgezogen und bei mehr als jedem fünften Pkw war der Luftdruck in den Reifen falsch.

Die Reifen sollten nach Angaben des DVR prinzipiell regelmäßig, am besten monatlich, geprüft werden. Denn zum einen ist eine Reifenpanne zeitraubend und ärgerlich und zum anderen sind defekte oder nicht den Sicherheitsbestimmungen entsprechende Pneus oftmals auch Ursache für schwere Unfälle.

Hierzu gehört die Sichtkontrolle, ob sich beispielsweise Risse oder Beulen am Reifen zeigen oder ein Nagel eingefahren wurde. Sicherheitstechnisch ist es zudem von großer Bedeutung, dass der Reifenluftdruck der Beladung angepasst ist.

Vom falschen Luftdruck ...

Ist der Luftdruck zu niedrig, schränkt dies die Fahrstabilität ein, verlängert den Bremsweg, erhöht den Reifenverschleiß und kann im schlimmsten Fall zum Platzen des Reifens führen. Der optimale Luftdruck ist dabei der vom Hersteller empfohlene bei voller Belastung. Dieser steht im Tankdeckel, am Türholm oder in der Betriebsanleitung. Prinzipiell sollte der Druck bei höchstens handwarmen Reifen gemessen werden, denn je höher die Reifentemperatur, beispielsweise nach einer schnellen Autobahnfahrt, desto höher steigt der Innendruck.

Wer bei einem heißen Reifen jedoch Luft ablässt, riskiert, dass nach dem Abkühlen des Reifens der Druck gefährlich niedrig ist. Nach Aussagen des DVR senkt ein optimaler Luftdruck den Kraftstoffverbrauch um bis zu drei Prozent.

Verliert der Reifen ständig Luft oder ist der Luftdruck seit der letzten Messung stark abgesunken, kann dies ein Hinweis auf einen Reifendefekt sein. Zur Behebung des Problems sollte ein Reifenhändler oder eine Kfz-Werkstatt aufgesucht werden.

... bis hin zu veralteten Reifen

Aus Sicherheitsgründen ist zudem eine regelmäßigen Kontrolle der Profiltiefe notwendig. In Deutschland ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern gesetzlich vorgeschrieben. Doch bereits bei weniger als drei bis vier Millimeter Profiltiefe verlängert sich der Bremsweg und vergrößert sich die Gefahr von Aquaplaning. Kfz-Experten empfehlen für Sommerreifen eine minimale Restprofiltiefe von drei Millimetern und bei Winterreifen von vier Millimetern.

Auch das Alter der Reifen ein sicherheitsrelevantes Merkmal. Bei Reifen, die älter als sechs Jahre sind, wird der Reifengummi spröde, was sich auf das Ausfallrisiko auswirkt. Daher sind ältere Reifen öfter auf Schäden zu kontrollieren. Der DVR empfiehlt Reifen, die zehn Jahre oder älter sind, in jedem Fall zu erneuern.

Erkennen lässt sich das Herstellungsdatum des Reifens an den letzten vier Ziffern der sogenannten DOT-Nummer – DOT steht für „Department of Transportation“ – auf der Reifenflanke. Die Woche, an dem der Reifen produziert wurde, kann dabei aus den beiden ersten Zahlen, das Produktionsjahr an den beiden letzten Zahlen der am Ende genannten vierstelligen Nummer herausgelesen werden. Beispiel: Ein Reifen mit der Aufschrift DOT A3CD EF3H 1212 wurde beispielsweise in der 12. Kalenderwoche 2012 hergestellt.

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