Konsumentenkredite immer beliebter, doch jetzt ist sparen sinnvoller

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Ist die Krise schon vorbei? Wer vorsichtig ist, legt vorsorglich ein sicheres Finanzpolster an. Einige Indizien sprechen für eine längere Durststrecke in der Wirtschaft.

Die Abwrackprämie für Pkw ist ausgelaufen und die Förderung von Kurzarbeit wird zurückgefahren. Deshalb könnten sich die Folgen der Finanzkrise in diesem Jahr auf dem Arbeitsmarkt und bei der Wirtschaftsleistung noch einmal verstärkt bemerkbar machen, auch wenn allenthalben schon wieder vom Aufschwung die Rede ist.


Doch trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise konsumieren die Bürger unverdrossen, teilweise über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse hinaus. Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich von der aktuellen Wirtschaftskrise nicht oder nicht besonders stark betroffen. Deshalb veränderten sie im vergangenen Jahr ihr Kredit- und Konsumentenverhalten auch nicht. Ganz im Gegenteil: Die Nachfrage nach Krediten stieg im Jahr 2009 an.


Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsauskunftei Schufa, die vom Institut für Demoskopie Allensbach ausgewertet wurde. Danach fühlen sich 39 Prozent der Befragten nicht von der Krise betroffen. Sie gehen davon aus, dass dies auch so bleiben wird. 27 Prozent der Verbraucher fühlen sich derzeit zwar nicht eingeschränkt, nehmen aber an, dass sich das 2010 ändern könnte.


Rund ein Viertel (26 Prozent) fühlt sich leicht vom Wirtschaftseinbruch tangiert. Stark von der Krise betroffen empfinden sich 6 Prozent. Die restlichen 2 Prozent machten keine Angaben. Besonders Berufstätige spüren die Folgen der Flaute. Vor allem die 30- bis 44-Jährigen gaben an, dass die Krise ihr Leben stark beeinträchtigt habe.


Diese relative Sorglosigkeit könnte sich allerdings im Jahr 2010 ändern. Experten befürchten einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dann wird sich auch die Anzahl der Kreditausfälle und der Privatinsolvenzen erhöhen. Noch ist davon in der Kreditwirtschaft nichts zu spüren. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Konsumentenkredite ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent auf rund 7,6 Millionen gestiegen.

Tipp
Seit Jahresbeginn 2010 werden Beiträge zur Kranken- und zur Pflegeversicherung in größerem Umfang steuerlich berücksichtigt. Deshalb erhöht sich bei vielen Arbeitnehmern das monatliche Nettoeinkommen. Mit diesem kleinen Mehrbetrag sollten vorrangig Schulden getilgt, Kontoüberziehungen ausgeglichen oder kleine Rücklagen für Notfälle auf einem Tagesgeldkonto gebildet werden. Auch der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung und einer privaten Pflegeversicherung sind, falls noch nicht vorhanden, sinnvoll.

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