Kaution plus Bürgschaft – zu viel Sicherheit auf einmal

Vermietern sichern sich gern doppelt ab, gerade wenn ihre Mieter noch studieren und kein regelmäßiges Einkommen erzielen. Dem sind allerdings Grenzen gesetzt. Laut zwei neuen Gerichtsurteilen muss es ausreichen, wenn der Mieter drei Monatskaltmieten als Sicherheit (Kaution) hinterlegt. Eine darüber hinausgehende Bürgschaft der Eltern ist unzulässig.

Der Vermieter kann laut Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg (Az. 6 U 75/05) zwar mehrere Mietsicherheiten verlangen, doch ihre Gesamthöhe ist auf die dreifache Kaltmiete begrenzt. Der Bundesgerichtshof (Az. VIII ZR 243/03) ist ähnlicher Meinung. Er hatte einen Fall zu entscheiden, in dem der Vermieter neben der Kaution von drei Monatsmieten eine Bürgschaft des Vaters verlangte. Dazu ist der Mieter aber nicht verpflichtet.

Geldtipp
Egal, was Sie mit dem Mietvertrag unterschrieben haben, der Vermieter kann lediglich drei Monatsmieten Kaution verwerten – mehr bekommt er auf keinen Fall, auch wenn zusätzlich eine Bürgschaft existiert. Der Begünstigte kann diese Bürgschaft nämlich nicht in Anspruch nehmen, wenn er bereits drei Monatsmieten zur Sicherheit hat – selbst dann nicht, wenn der Mieter die Wohnung beim Auszug völlig verwüstet hinterlässt und die Kaution nicht reicht, um die Wohnung wieder bewohnbar zu machen.

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