Kauf im Internet: Wann liegt ein definitiver Kaufvertrag vor?

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Der Kauf im Internet bequem von zu Hause aus, zu jeder Tages- und Nachtzeit hat seine Vorteile - aber auch seine Tücken. Immer wenn die Abwicklung des Kaufs nicht rund läuft, befindet man sich offensichtlich in einer rechtlichen Grauzone. Einige Urteile haben da aber bereits Abhilfe geschaffen.

Wer auf der Basis eines Angebots von einem Online-Händler nach der Bestellung die Bestätigungs-eMail "Auftrag wird ausgeführt!" erhält, hat einen gültigen Kaufvertrag mit allen Rechten und Pflichten für beide Seiten geschlossen. Der Händler ist zu nachträglichen Korrekturen am Preis-und Leistungsumfang nicht berechtigt (Landgericht Köln, Urteil vom 16.04.05, Az 51 C 25/02).

Unser Geldtipp

Wichtig ist der Wortlaut der Bestätigungsmail: Der Wortlaut "Wir werden Ihren Auftrag umgehend bearbeiten" ist für einen Vertragsabschluss noch nicht verbindlich. Das ist lediglich eine Eingangsbestätigung (Amtsgericht Butzbach, Urteil vom 14.06.02, AZ 51 C25/02).

Das Problem: Sie erfahren erst mit der Bestätigungsnachricht, ob Sie mit Ihrem Online-Händler bereits einen verbindlichen Kaufvertrag geschlossen haben, oder Ihnen nur der Eingang seines Kaufangebots bestätigt wird. Wer Wert auf zuverlässige Abwicklung legt, sollte nur mit Händlern arbeiten, die einen verbindlichen Vertrag ("Auftrag wird ausgeführt") eingehen.

Weitere Fallstricke beim Kauf übers Internet

Vollständige Adressen sind im Internet oft Fehlanzeige. Bedenken Sie: Ein Postfach genügt nicht, wenn Sie einen Mahnbescheid oder eine Klage zustellen lassen wollen! Testen Sie die telefonische Erreichbarkeit Ihres Geschäftspartners! Auch wichtig: Wickeln Sie die Zahlung größerer Geldbeträge unter allen Umständen nur über ein Treuhandkonto ab, um böse Überraschungen zu vermeiden!

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