Jedes zwölfte Verkehrsopfer ist ein Fußgänger

Jedes zwölfte Verkehrsopfer ist ein Fußgänger

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(verpd) Im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern sind Fußgänger bei einem Unfall nicht wie Auto- oder Zweiradfahrer durch eine Karosserie oder einen Helm geschützt und damit deutlich gefährdeter. Worauf alle Verkehrsteilnehmer achten sollten, um das Unfallrisiko der Fußgänger zu reduzieren.

Letztes Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 31.148 Personen, die als Fußgänger unterwegs waren, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet. Konkret wurden 7.737 Personen schwer und 22.887 leicht verletzt. 524 verloren durch einen Verkehrsunfall ihr Leben. Somit war rund jeder zwölfte der insgesamt fast 392.800 bei einem Verkehrsunfall verletzten oder getöteten Personen als Fußgänger unterwegs.

Auch Fußgänger müssen sich an Verkehrsregeln halten. Wer sich daran hält, reduziert bereits das Unfallrisiko beträchtlich. Schon bei der Verkehrserziehung von Kindern sollte hierauf hingewirkt werden. Speziell für Kinder zwischen drei und acht Jahren eignet sich beispielsweise die von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) entwickelte Internetseite www.ampelini.de. Auf spielerische Art und Weise lernen die Kleinen, auch ohne dass sie lesen und schreiben können, worauf sie achten müssen, um im Straßenverkehr unfallfrei zu bleiben.

Die richtige Straße benutzen

Laut Gesetz müssen Fußgänger beispielsweise vorhandene Fußwege benutzen. Ist kein Gehweg oder Seitenstreifen vorhanden und muss ein Fußgänger deswegen die Straße benutzen, ist es wichtig, dass er immer links am Fahrbahnrand geht.

Denn dadurch kann der Fußgänger entgegenkommende Autos schneller erkennen und bei Gefahr ausweichen. Zudem wird er auch vom Autofahrer besser wahrgenommen. Straßen ohne Fußgängerwege sollten von jüngeren Kindern niemals ohne Begleitung genutzt werden.

Besondere Vorsicht ist bei der Überquerung einer Straße notwendig. Grundsätzlich sollte der Straßenseitenwechsel möglichst nur an Ampeln und Zebrastreifen erfolgen oder an Stellen, die auch für die anderen Verkehrsteilnehmer gut einzusehen sind. Man sollte daher nicht zwischen Sichthindernissen wie geparkten Autos oder Lkws stehen und von dort aus die Straße überqueren.

Wann Auffallen erwünscht ist

Diverse Studien belegen, dass Unfallopfer, die bei Nebel, starkem Regen, Dämmerung und Dunkelheit zu Fuß unterwegs waren, häufig zu spät erkannt wurden. Daher raten Verkehrsexperten allen Fußgängern, insbesondere auch Kindern, eine helle und kontrastreiche Kleidung, am besten mit reflektierenden Elementen zu tragen. Auch Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen mit retroreflektierenden Streifen werden schneller von anderen Verkehrsteilnehmer wahrgenommen.

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. ist die normale Kleidung auf der Straße im Scheinwerferkegel eines Autos bis maximal 40 Meter sichtbar, mit reflektierenden Elementen steigt die Entfernung dagegen auf bis zu 150 Meter.

Prinzipiell ist ein rücksichtsvolles und verantwortungsbewusstes Verhalten der Verkehrsteilnehmer untereinander wichtig, um die Unfallgefahr zu minimieren. Das heißt, auch Kfz-Fahrer sollten besonders vorsichtig sein, wenn Fußgänger, insbesondere Kinder, am Wegesrand zu sehen sind. Zudem ist eine erhöhte Aufmerksamkeit an Zebrastreifen, unübersichtlichen Überwegen sowie an Schulen und Kindergärten notwendig.

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