Jeder Vierte sieht sich mit Online-Risiken konfrontiert

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(verpd) Das statistische Amt der EU, Eurostat, hat eine neue Studie veröffentlicht, wonach im vergangenen Jahr jeder vierte Europäer beim Surfen mit Sicherheitsproblemen konfrontiert war.

Die meisten Zwischenfälle gab es in Kroatien, hier gaben 42 Prozent der Nutzer Sicherheitsprobleme an. Deutschland liegt mit 18 Prozent unter dem EU-Schnitt von 25 Prozent. EU-weit sei die Internetsicherheit laut Studie in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen.

Das europäische Statistikamt Eurostat hat vor Kurzem eine Studie zum Thema Internetsicherheit veröffentlicht. Für die Studie von Eurostat wurden Erhebungen bei Privatpersonen im Alter von 16 bis 74 Jahren durchgeführt, in den meisten Ländern im zweiten Quartal 2015.

Das Ergebnis: Der Anteil der Internetnutzer, die im Internet mit gängigen Sicherheitsproblemen wie Viren, Datenmissbrauch, finanziellen Verlusten oder dem Zugriff ihrer Kinder auf ungeeignete Webseiten konfrontiert waren, belief sich vergangenes Jahr europaweit auf 25 Prozent. Jeder vierte Europäer hatte also beim Ausführen bestimmter Tätigkeiten Sicherheitsprobleme.

Verzicht auf bestimmte Web-Aktivitäten

Sicherheitsbedenken in Bezug auf Onlinebanking hatten vor allem die Deutschen (27 Prozent) und die Portugiesen (26 Prozent) sowie die Italiener (24 Prozent). EU-weit traf das auf 18 Prozent der Nutzer zu – sie nahmen deshalb kein Internetbanking in Anspruch.

13 Prozent der Nutzer griffen EU-weit nie mit einem Mobilgerät über eine drahtlose Verbindung auf das Internet zu, sondern surften nur von zu Hause aus. In Deutschland waren es 14 Prozent. Auf die Onlinebestellung oder den Onlinekauf von Waren oder Dienstleistungen (für den privaten Gebrauch) verzichteten in Deutschland zehn Prozent der Internetnutzer, dies liegt weit unter dem EU-Schnitt, der 19 Prozent beträgt.

Deutschland eines der weniger betroffenen Länder

Im Detail berichteten in Deutschland 18 Prozent der Webnutzer von Sicherheitsproblemen beim Surfen. Damit gehört Deutschland zu den Ländern mit weniger Zwischenfällen im Netz. Weitere EU-Mitgliedstaaten mit einem geringen Anteil an Nutzern mit Sicherheitsproblemen sind Tschechien (zehn Prozent), die Niederlande (elf Prozent) und die Slowakei (13 Prozent).

Sie liegen zusammen mit neun weiteren Ländern unter dem EU-Gesamtschnitt von 25 Prozent. Hingegen hatten in Kroatien 42 Prozent Probleme in Sachen Internetsicherheit – das ist der höchste Wert im Länder-Ranking – dicht gefolgt von Ungarn mit 39 Prozent und Portugal mit 36 Prozent.

Viren und Schadprogramme Problem Nummer eins

Die am häufigsten auftretenden Probleme im Netz waren Viren oder andere Schadprogramme wie Würmer oder Trojaner. Etwas mehr als jeder fünfte Nutzer (21 Prozent) war EU-weit von diesen Sicherheitslücken betroffen, am meisten in Kroatien mit 41 Prozent. In Deutschland lag der Wert bei 14 Prozent.

In den letzten fünf Jahren sei der Anteil der Internetnutzer, deren Computer durch einen Virus oder ein anderes Schadprogramm infiziert wurde, insgesamt zurückgegangen. Eine Ausnahme davon war Kroatien – hier nahm der Wert um acht Prozentpunkte zu. Im Gegensatz dazu waren es in Deutschland acht Prozentpunkte weniger. Am stärksten habe sich die Lage in der Slowakei gebessert: 2010 waren noch 47 Prozent der Internetnutzer mit Viren und Schadprogrammen konfrontiert, 2015 nur mehr neun Prozent.

Hilfreiche Tipps gegen Cyberkriminelle

Hilfreiche Tipps, wie man sich vor Cyberkriminellen schützen kann, stehen in einem speziellen Webauftritt für Bürger vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie im Webportal der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Für Firmen gibt es mittlerweile diverse Versicherungspolicen, die helfen, wenn die versicherte Firma Opfer eines Internetbetrügers geworden ist. Doch auch Privatpersonen können unter anderem in manchen Hausrat- oder Rechtsschutz-Versicherungsverträgen Internetrisiken teils gegen Aufpreis absichern.

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