Internet-Währung Bitcoin: Die erzielten Kursgewinne sind nach einem Besitz von 12 Monaten steuerfrei

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Mit der sog. Bitcoin-Währung beginnt sich allmählich ein virtuelles Zahlungsmittel zu etablieren, das es z.B. ermöglicht, auch Kleinstbeträge weltweit, unkompliziert und mit geringen bis gar keinen Nebenkosten im Internet zu bezahlen. Es gibt mittlerweile fast nichts mehr, was sich nicht mit Bitcoin bezahlen ließe. Viele Einzelhändler lassen Geschäfte mit der virtuellen Währung zu, deren inoffizielles Symbol ein B mit zwei senkrechten Strichen ist.

Die Währung wird nicht von einer Notenbank herausgegeben, sondern von Computern erzeugt. Nutzer können Bitcoins gegen normale Währung kaufen (bitcoin.de) oder sie theoretisch sogar selbst generieren. Allerdings sind dafür extrem leistungsstarke Rechner erforderlich, die aus einem komplizierten Algorithmus neue digitale Münzen errechnen. Die Rechenleistung eines normalen Heimanwender-PCs ist dazu nicht ausreichend.

Die virtuelle Währung erhält ihren Wert dadurch, dass die Gesamtzahl der Bitcoins durch einen mathematischen Algorithmus begrenzt wird. An ein Netzwerk angeschlossene Computer errechnen verschlüsselte Zeichenfolgen, die die Währung fälschungssicher machen sollen. Jede Transaktion von Geldeinheiten zwischen Teilnehmern des Netzwerks wird in einer öffentlichen Datenbank aufgezeichnet und mit einer digitalen Signatur versehen. Alle zehn Minuten kommt ein weiterer Bitcoin-Block in Umlauf, der eine festgelegte Anzahl an Bitcoins enthält.

Die Gesamtmenge aller je erhältlichen Bitcoins beträgt 21 Millionen. Sie ist Prognosen zufolge im Jahr 2130 erreicht. Diese gezielte Verknappung der Geldmenge soll vor Inflation schützen. Bis 2130 sinkt die Menge der Bitcoins pro Block in regelmäßigen Abständen. Wie andere Währungen hat auch die virtuelle Währung Bitcoin einen Marktwert. Vier Jahre lang dümpelten die Kurse der 2009 ins Leben gerufenen Währung vor sich hin. Doch seit diesem Jahr vervielfachte sich dessen Wert. Kostete ein Bitcoin z.B. Ende des letzten Jahres noch rund zehn Euro, so wird er mittlerweile für etwa 70,00 € gehandelt.

Die steuerliche Behandlung der digitalen Währung war lange umstritten.

Für Klarheit sorgte nun eine parlamentarische Anfrage, die der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler an die Bundesregierung stellte. Mit Bitcoins erzielte Gewinne sind nach einem Jahr steuerfrei. Damit wird die virtuelle Währung vom Finanzamt anders behandelt als zum Beispiel Kursgewinne von Aktien oder Zertifikate. Diese Anlageklassen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer. Bei Bitcoins fällt nach einer Haltefrist von einem Jahr dagegen keine derartige Steuer an.

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