Hintergrundwissen für Praktikanten

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(verpd) Es gibt diverse Gründe, warum man ein Praktikum absolviert. Viele Schulabgänger sind sich beispielsweise nicht sicher, ob der angestrebte Beruf auch tatsächlich zu einem passt. Ein Praktikum bietet hierzu hilfreiche Einblicke. Zudem gibt es diverse Schulen und Hochschulen, die bestimmte Praktika vorschreiben. Doch nicht immer ist den angehenden Praktikanten, aber auch den Arbeitgebern klar, welche Rechte und Pflichten sie mit einem Praktikum eingehen.

Wie für alle Arbeitnehmer in Deutschland gelten auch für Praktikanten die allgemeinen arbeitsschutz-rechtlichen Regeln, zum Beispiel in den Bereichen Arbeitszeit und Unfallschutz am Arbeitsplatz. Ein Praktikant, der das 18. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, darf beispielsweise entsprechend dem Arbeitszeitgesetz und dem Jugendarbeitsschutz-Gesetz nicht mehr als fünf Tage sowie über 40 Stunden in der Woche arbeiten. Dies würde nämlich gegen Paragraf 8 JarbSchG (Jugendarbeitsschutz-Gesetz) verstoßen.

Allerdings muss auch ein Praktikant die Unfallverhütungs-Vorschriften sowie sonstige Betriebsordnungen, wie sie für die anderen Arbeitnehmer des Arbeitgebers gelten, einhalten.

Gesetzlicher Unfallschutz für Praktikanten

Prinzipiell sind Praktikanten gesetzlich unfallversichert. Je nach Praktikumsart wird der Praktikant dazu entweder über den Arbeitgeber oder über die Schule beziehungsweise (Fach-)Hochschule beim entsprechenden Unfallversicherungs-Träger angemeldet. Der Praktikant selbst muss dafür keine Versicherungsbeiträge entrichten, denn diese werden je nach Praktikumsart entweder vom Arbeitgeber oder der öffentlichen Hand beglichen.

Unter bestimmten Umständen stehen einem Praktikanten ein Urlaubsanspruch und/oder eine Entlohnung zu, andererseits kann er auch der Sozialversicherungs-Pflicht unterliegen und muss bei einer gewollten vorzeitigen Beendigung des Praktikums gewisse Kündigungsmodalitäten einhalten.

Von der Entlohnung bis hin zum Urlaubsanspruch

Umfassende Informationen für Arbeitgeber und angehende Praktikanten hierzu bietet die 56-seitige Broschüre „Praktika – Nutzen für Praktikanten und Unternehmen“. Sie wurde unter anderem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände herausgegeben und kann auch als gedruckte Version bestellt werden.

Unter anderem wird hier beschrieben, welche unterschiedlichen Praktikumsarten es gibt, welche Regelungen bezüglich Entlohnung, Sozialversicherungs-Pflicht, Urlaubsanspruch sowie Arbeitszeit- und Krankheitsregelungen jeweils gelten und was im Praktikumsvertrag stehen sollte.

Praktika im In- oder Ausland

Umfangreiche Auskünfte zum Thema Praktikum für Studierende und Schulabsolventen bietet zudem die Broschüre „Rechte und Pflichten im Praktikum“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Sie kann ebenfalls kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden. Unter anderem gibt es hier ausführliche Hinweise zur Kündigung eines Praktikumsvertrags. Abgerundet wird der Ratgeber durch Adresshinweise sowie einen Leitfaden für ein faires Praktikum für Unternehmer und Praktikanten.

Im Internetauftritt der Bundesagentur für Arbeit gibt es neben Grundlageninformationen diverse Internetadressen, Firmen und Organisationen zu finden, die eine Praktikumsstelle im In- oder Ausland anbieten oder vermitteln. Weitere Auskünfte zum Praktikum im Ausland gibt es auch auf den Webseiten der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. (IJAB). Hier steht unter anderem auch der umfangreiche 100-seitige Ratgeber „Wege ins Auslandspraktikum“ zum kostenlosen Herunterladen bereit.

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