Heizkosten senken: So sparen Sie beim Heizölkauf

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Nicht nur an der Börse lässt es sich vortrefflich spekulieren. Auch beim Heizölkauf mutiert so manch biederer Familienvater zum eingefleischten Spekulanten. Doch die oft verfolgte Einkaufsstrategie vieler Ölheizungsbesitzer, in den Frühjahrs- und Sommermonaten ihre Tanks aufzufüllen, ist mittlerweile überholt.

Dieses Verhalten rührt noch aus der alten Kohlezeit, wo es tatsächlich sogenannte Sommer- und Winterpreise gab. Beim Heizöl war das in dieser Form jedoch nie besonders ausgeprägt. Im Gegenteil: Gerade in den vergangenen Jahren lagen die Preise für den günstigen Heizöleinkauf oft in den kälteren Monaten. Wer mit Öl heizt, sollte die Preise deshalb vielmehr das ganze Jahr über genau beobachten.
Wer jetzt einen fast leeren Öltank im Keller hat und diesen jetzt dringend für die jetzige Heizsaison auffüllen muss, kann sich momentan wenig Hoffnung auf sinkende Ölpreise machen.

So richtig günstig wird es diesen Winter wohl nicht mehr. Die Brennstoffkosten haben sich schon seit geraumer Zeit auf Hochpreisniveau eingependelt. Ein Liter Standardheizöl kostet momentan gut 68 bis 70 Cent bei Abnahme von 3.000 Litern. Damit kann ein Einfamilienhaus etwa zwei Jahre lang beheizt werden. Freuen darf sich, wer vor einem Jahr nachgefüllt hatte. Damals war der Brennstoff um fast 24 Prozent billiger als heute.

Mit Heizölsammelbestellungen Geld sparen

Doch selbst wer den Markt genau beobachtet, sollte nicht unbedingt den ganzen Tank auf einmal befüllen. Es macht nur dann Sinn, 5.000 Liter auf einmal zu bestellen, wenn Sie sicher sind, dass der Preis nicht mehr sinkt. Und genau das kann eben niemand mit absoluter Sicherheit vorhersagen. Deswegen kann es empfehlenswert sein, lieber zwei- bis dreimal im Jahr je 1.500 Liter zu kaufen. Das ist allerdings in der Lieferung teurer. Deshalb ist es sinnvoll, sich mit Freunden und Nachbarn zusammenzuschließen um gemeinsam Heizöl zu bestellen. So können oft die Preise gedrückt werden.

Tipp

Am einfachsten finden Sie über das Internet Einkaufsgemeinschaften für Heizöl, etwa über heizoelpool.de, heizoelboerse.de oder heizoel-sammelbestellung.de. Dort können Sie online abfragen, ob es weitere Käufer in Ihrer Wohnregion gibt. Wenn ja, sucht der Anbieter für alle nach einem günstigen Händler. Rabattchancen beim Heizölkauf: bis zu 5 Prozent je nach Menge und Anfahrtsweg.

Achten Sie bei einer Sammelbestellung auf die Entfernung zwischen den verschiedenen Lieferorten. Der Lieferaufwand ist geringer und damit der finanzielle Vorteil größer, wenn die Orte dicht zusammen liegen. Juristisch sollte die Sammellieferung eine Einzelbestellung bleiben. Jeder Abnehmer sollte für seine Bestellung und damit auch für die Bezahlung verantwortlich sein. Ansonsten kann es passieren, dass der Lieferant sich mit einer Geldforderung an alle Besteller wendet, wenn einer die Rechnung nicht bezahlt.

Weitere Tipps zum Geld sparen beim Heizölkauf

  • Pro Abladestelle muss der Käufer häufig einen Gefahrengutzuschlag zahlen. Je nach Lieferant macht das Extra-Kosten zwischen 12 Euro und 22 Euro aus. Auf die Berechnung eines Gefahrengutzuschlags achtet kaum jemand. Ein Fehler. Denn es gibt viele Händler, die inzwischen darauf verzichten. Statt beim Ölpreis um die zweite Stelle hinterm Komma zu feilschen, ist es deshalb oft sinnvoller, auf Händler auszuweichen, die auf die Berechnung eines Gefahrengutzuschlags verzichten.
  • Leider gibt es unter den Heizölhändlern auch schwarze Schafe, die bei der Anlieferung gerne tricksen. Überprüfen Sie bei der Anlieferung, dass das Zählwerk auf Null steht. An der Messanlage muss unbedingt ein aktuelles Siegel der Eichbehörde zu finden sein. Doch selbst dann droht noch Betrug. Deswegen sollten Sie unbedingt das obere Schauglas des "Gasmessverhüters" kontrollieren. Vor und während der Ölabgabe muss dieser mit Öl gefüllt sein. Ist hingegen kein Öl zu sehen, muss der Zähler stehen bleiben. "Sonst landet gemeinsam mit dem Öl zu viel Luft im Tank.
  • Ist der Heizöltank endlich gefüllt, sollten Sie noch den Lieferschein überprüfen. Achten Sie beim Lieferschein darauf, dass die Heizölmenge auf 15 Grad Bezugstemperatur umgerechnet ist. Oft kommt das Öl noch warm aus der Raffinerie. Doch kühlt das Öl ab, schrumpft die Menge und weniger Öl als gedacht ist im Tank. Als Ausgleich sollten Sie daher bei warmem Heizöl eine größere Liefermenge erhalten. Nur dann haben Sie, nachdem sich das Öl abgekühlt hat, auch die tatsächlich bestellte und vor allem auch bezahlte Menge bekommen.

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