Handwerker und Haushaltshilfen: Neue Höchstbeträge schon ab 2008?

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Ab 2009 gewährt der Staat höhere Förderbeträge für haushaltsnahe Hilfen. Nun wird diskutiert, ob die erhöhten Beträge wegen eines Fehlers schon für 2008 zu haben sind.

Lassen Sie sich gegen Entgelt in Haus und Garten helfen oder lassen Sie Handwerkerleistungen ausführen, dann hält der Staat seit einigen Jahren ein besonderes Steuerbonbon für Sie bereit: Er beteiligt sich an den Arbeitskosten durch unterschiedliche Steuerabzugsbeträge.

Für die Jahre ab 2009 hat der Gesetzgeber die Fördertöpfe neu strukturiert und er hat die Höchstbeträge zum Teil beträchtlich angehoben (s.u.). Nach Verabschiedung der Gesetzesänderungen geht die Nachricht durch den Blätterwald, dass die erhöhten Beträge schon für 2008 zu haben sind - entgegen der Absicht des Gesetzgebers. Dem sei nämlich ein Fehler im Gesetzgebungsverfahren unterlaufen!

Zugegeben: Weil es um einen dreistelligen Eurobetrag gehen kann und im Extremfall sogar um einen vierstelligen (s. u.), ist der Gedanke verlockend. Und inzwischen gibt es sogar ein Verfahren vor dem Finanzgericht FG Rheinland-Pfalz (Az. 3 K 2002/09). Unseres Erachtens hat das Verfahren aber keine Aussicht auf Erfolg.

Wollen Sie dennoch Einspruch einlegen? Dann können Sie den Finanzbeamten mit Hinweis auf das Verfahren in Rheinland-Pfalz bitten, Ihren Einspruch aus Zweckmäßigkeitsgründen ruhen zu lassen, weil damit zu rechnen sei, dass sich anschließend der BFH mit dem Thema befassen muss. Anspruch auf Verfahrensruhe haben Sie aber zurzeit noch nicht. Es ist auch zu befürchten, dass der Finanzbeamte keine Verfahrensruhe gewährt, sondern negativ entscheidet. Dann ist es an Ihnen zu entscheiden, ob Sie aufgeben wollen oder selbst den Klageweg beschreiten.

So hoch sind die Abzugsbeträge:

Ab 2009 ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer

  • bei Handwerkerleistungen um 1.200 Euro, höchstens aber um 20% der Kosten
  • bei sonstigen haushaltsnahen Hilfen
    - um 510 Euro, höchstens aber um 20% der Kosten für einen Mini-Jobber
    - um 4.000 Euro, höchstens aber um 20% der Kosten für eine sozialversicherungspflichtig angestellte Hilfe oder ein Dienstleistungsunternehmen

Bis 2008 ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer

  • bei Handwerkerleistungen um 600 Euro, höchstens aber um 20% der Kosten
  • bei sonstigen haushaltsnahen Dienstleistungen eines Unternehmens um 600 Euro, höchstens aber um 20% der Kosten. Für Pflegedienstleistungen gibt es zusätzlich 600 Euro.
  • bei einem Mini-Jobber um 510 Euro, höchstens aber um 10% der Kosten
  • bei einer sozialversicherungspflichtigen Hilfe um 20.400 Euro, höchstens aber 12% der Kosten

Viele Steuerzahler verschenken dieses Geld: Entweder weil sie die Anforderungen des Finanzamts nicht kennen oder weil sie gar nicht wissen, welche Tätigkeiten begünstigt sind.

Mit der PDF-Broschüre "Handwerkerleistungen sowie Hilfen in Haus und Garten - Die Abzugsbeträge ab 2009" holen Sie sich jeden Cent, der Ihnen zusteht.

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