Gut geschützt gegen schlechte Zahlungsmoral

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(verpd) Die Gesamtzahl aller gemeldeten Insolvenzen ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 2014 im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,6 Prozent gesunken.

Doch Unternehmen, deren Kunden nicht oder nur sehr zögerlich ihre Rechnung zahlen, können schnell in eine finanzielle Schieflage geraten. Da nützt es einer betroffenen Firma wenig, wenn sich die Zahlungsmoral im Vergleich zu 2013 verbessert hat. Allerdings können sich Unternehmen vor säumigen Zahlern schützen.

2014 gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 134.871 Insolvenzen. Das waren im Vergleich zum Vorjahr knapp 4,6 Prozent weniger.

Im Detail wurden 2014 24.085 Unternehmensinsolvenzen registriert, was einer Reduzierung im Vergleich zu 2013 um 7,3 Prozent entspricht. Auch bei den Verbrauchern und übrigen Schuldnern, wie ehemaligen Selbstständigen, reduzierten sich die gemeldeten Pleiten um rund 3,9 Prozent von 115.337 in 2013 auf 110.786 in 2014.

Nicht jeder Kunde kann zahlen

Obwohl die Insolvenzen insgesamt zurückgegangen sind, kann für ein einzelnes Unternehmen jede unbezahlte Forderung, insbesondere wenn sie hoch ist, schnell zu einem Dominoeffekt führen. Selbst bei einer gut gehenden Firma kann sich durch hohe Zahlungsausfälle die Bonität verschlechtern.

Schlimmstenfalls gerät das Unternehmen dann selbst in finanzielle Schwierigkeiten und kann seinerseits Rechnungen nicht mehr pünktlich begleichen. Der Firmeninhaber sollte daher eigene Sicherungsmaßnahmen treffen, um Forderungsausfällen vorzubeugen.

Vor der Auftragsannahme kann beispielsweise die Bonität des möglichen Kunden bei einschlägigen Anbietern überprüft werden. Ein genaues Debitorenmanagement ermöglicht zudem, dass Zahlungsverzögerungen rasch erkannt werden, um umgehend reagieren zu können. Eine Garantie gegen Zahlungsausfälle ist dies jedoch nicht.

Versicherungsschutz gegen Forderungsausfall

Mit einer Forderungsausfall-Versicherung beziehungsweise Warenkredit-Versicherung lässt sich jedoch das Risiko, dass das eigene Unternehmen wegen säumiger Zahler in finanzielle Schwierigkeiten gerät, verringern. Eine derartige Police springt ein, wenn berechtigte und nachweisliche Forderungen aus Warenlieferungen sowie aus Werk- und Dienstleistungen in einem bestimmten Zeitraum nicht bezahlt wurden.

Oftmals erspart die Forderungsausfall-Versicherung dem Unternehmen den erfolglosen Gang zum Anwalt oder zum Inkassobüro. Um es gar nicht zum Schaden kommen zu lassen, werden je nach Vertragsvereinbarung durch den Versicherer Kreditprüfungs- und Überwachungsaufgaben übernommen.

Sollte es dennoch zu Forderungsausfällen kommen, werden diese abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung vom Versicherer erstattet. Eine derartige Forderungsausfall-Versicherung wird für fast jede Branche und jede Firmengröße angeboten. Details dazu können beim Versicherungsfachmann erfragt werden.

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