Goldmünzen nur bedingt zum Vermögensaufbau geeignet

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Wer sinnliche Freude an Geld und Gold empfindet, etwa wie Dagobert Duck, kann mit seltenen Euro-Prägungen oder mit Goldmünzen, wie sie der Bundesfinanzminister seit dem Jahr 2001 herausgibt, sein Altersvorsorgedepot abrunden. Er sollte allerdings nicht in ihnen baden, denn auf ihre Unversehrtheit kommt es entscheidend an.

Die neue Edition der 100-Euro-Goldmünze mit dem Motiv "Unesco-Welterbe Klassisches Weimar" ist auf 350.000 Stück begrenzt, obwohl die Nachfrage laut Bundesfinanzministerium die Auflagenhöhe "auch in diesem Jahr deutlich übersteigt." Das verspricht einen gehörigen Wertzuwachs. Privatleute, die bis 31.5.2006 bestellt hatten oder ein Abonnement besitzen, erhielten allerdings lediglich ein einziges Exemplar garantiert. Eine dieser 15,5 g schweren Goldmünzen mit einem Durchmesser von 28 mm kostet je nach Goldkurs 260 Euro bis 290 Euro oder sogar noch mehr. Wer zu den Glücklichen gehörten, die ihre Münzen direkt vom Bundesfinanzministerium bezogen, kann sie später mit Gewinn verkaufen. Münzhändler kaufen die 2005er Gold-Euros derzeit für 330 Euro an (damaliger Verkaufspreis 222 Euro). Die 100-Euro-Münzen der Jahre 2003 (damaliger Verkaufspreis 190 Euro ) und 2004 (damaliger Verkaufspreis 195 Euro ) kosten mittlerweile über 400 Euro.

Bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland können Sie sich registrieren lassen. Dort können Sie sich für 2007 anmelden oder ein Abonnement abschließen. Wenn Sie eines der begehrten Stücke erhalten haben: Achten Sie auf die Unversehrtheit. Goldmünzen mit Kratzern sind beim Wiederverkauf nur mit Abschlägen veräußerbar. Hüten Sie sich auch vor einer Aufbewahrung der Münzen in Plastikbehältnissen mit Weichmachern.

Noch höhere Erträge konnten Münzsammler mit dem offiziellen Euro-Satz des Vatikans einstreichen. Die 2005er-Serie mit acht Geldstücken und dem Konterfei von Papst Johannes Paul II war Anfang 2005 im Münzbüro des Vatikans für 20 Euro zu kaufen. Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II am 2.4.2005 erzielte diese Münzserie Verkaufspreise von satten 350 Euro . Der Wert von Münzen orientiert sich nämlich ausschließlich an der Nachfrage. Und die lässt sich nie genau vorhersagen. Deshalb stellen Münzsammlungen lediglich eine exotische Beimischung zur Vermögensanlage dar. Nachhaltige Wertsteigerungen waren in den vergangenen Jahren vor allem mit gut erhaltenen Münzen aus dem deutschen Kaiserreich und der Talerzeit erzielbar.

Unser Geldtipp
Hüten Sie sich vor sogenannten Gedenkprägungen und Medaillen, die es zu allen möglichen Anlässen gibt. Das sind reine Sammlerstücke ohne Wiederverkaufs-Chance und ohne Aussicht auf Wertzuwachs. Sie tragen keine Wertangabe und dienen nicht als offizielle Zahlungsmittel. Außerdem sollten Münzsammler, die sich nicht absolut gut auskennen, bei Auktionen im Internet aufpassen. Dort wird viel Schrott gehandelt.

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