Goldanlagen in der Finanzkrise und Abgeltungssteuer

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Viele durch die Finanzkrise verunsicherten Anleger wollen ihr Geldvermögen vor Wertverlust schützen. Goldanlagen stehen dabei, wie immer in Krisenzeiten, im Vordergrund der Überlegungen.

So verschieden, wie in das gelbe Metall angelegt werden kann, so verschieden ist auch die Besteuerung von Wertzuwächsen:

Goldmünzen (z.B. Krügerrand, American Eagle, Maple Leaf, Philharmoniker), Goldbarren und Goldschmuck sind physische Wertgegenstände. Daher stellt auch bei Kauf ab 2009 ein späterer Verkauf ein privates Veräußerungsgeschäft dar. Das heißt, dass nach mehr als einem Jahr Besitzdauer ein Verkaufsgewinn wegen abgelaufener Spekulationsfrist abgeltungssteuerfrei bleibt und ein Verlust steuerlich nicht berücksichtigt wird (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG). Wird innerhalb der Spekulationsfrist verkauft, unterliegt ein Gewinn nicht der Abgeltungssteuer von 25 %, sondern Ihrem persönlichen Steuersatz.

Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Goldminenaktien und Goldminenfonds werden wie bei normalen Aktien und Aktienfondsanteilen besteuert. Das heißt, bei Kauf ab 2009 gibt es keine Spekulationsfrist mehr. Gewinne aus dem späteren Verkauf unterliegen unabhängig von der Besitzdauer der Abgeltungssteuer und Verluste können steuerlich noch berücksichtigt werden.

Gold-Zertifikate sind Zertifikate, die sich auf die Entwicklung des Goldpreises beziehen. Sie werden wie herkömmliche Zertifikate besteuert. Da der Goldpreis in US-Dollar notiert, können solche Zertifikate (ausgenommen Quanto-Zertifikate) zusätzlich auch noch Währungsschwankungen unterliegen. Diese gehen bei Verkauf des Zertifikats in Euro umgerechnet in das Veräußerungsergebnis ein.

Gold-ETFs (Exchange Traded Funds = börsengehandelte Fonds) werden beim Anleger wie herkömmliche Investmentfonds besteuert und Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities = börsengehandelte Rohstoffe) wie Zertifikate. Ein Gold-ETC ist zum Beispiel die Xetra-Gold-Anleihe der Deutschen Börse Commodities GmbH. Bei Einlösung der Anleihe bekommt der Anleger kein Geld zurück, sondern Goldbarren für sein Bankschließfach. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist diese Goldlieferung abgeltungssteuerfrei und Gewinne aus dem späteren Verkauf des gelieferten Xetra-Goldes werden wie beim Verkauf von direkt erworbenen Goldbarren individuell besteuert (siehe oben bei Goldmünzen). Die Spekulationsfrist beginnt mit dem Kauf der Gold-Anleihe, nicht mit der Lieferung des Goldes.

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