GEZ-Gebühr bei Selbstständigen: Betriebsausgabe, aber oft zu Unrecht gefordert

 - 

Die betrieblich gezahlte GEZ-Gebühr gehört zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben. Nicht immer allerdings wird sie zu Recht kassiert.

Allein aus dem Jahr 2008 gibt es dazu drei Urteile - nur einmal musste gezahlt werden.

Ein Freiberufler oder Gewerbetreibender, der mit seinem Privatfahrzeug in sein Geschäft fährt, muss für das Autoradio keine Rundfunkgebühr bezahlen. Das Gerät ist in diesem Fall ein ganz normales Zweitgerät (VG Stuttgart, Urteil vom 26.3.2008, 3 K 3393/07; nicht veröffentlicht).

Ein Steuerzahler brachte an seinem Privat-Pkw einen Werbeaufkleber für das Geschäft seiner Frau an. Nach Auffassung der Richter des VG Mainz handelt es sich bei der Werbung um eine Geschäfts- und nicht um eine Privatangelegenheit. Begründung: Der Mann würde ja von der Geschäftstätigkeit seiner Frau profitieren. Folge: Er muss die GEZ-Gebühr zahlen (VG Mainz, Urteil vom 7.7.2008, 4 K 461/08.MZ; nicht veröffentlicht).

Ein Rechtsanwalt, der den PC in seiner Kanzlei ausschließlich betrieblich nutzt (Schreib- und Recherchearbeiten, elektronische Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung), muss keine GEZ-Gebühr zahlen. Grund: Der Rechtsanwalt ist kein Rundfunkteilnehmer, denn er hält kein Rundfunkgerät zum Empfang im Sinne der rundfunkrechtlichen Bestimmungen bereit (VG Koblenz, Urteil vom 15.7.2008, 1 K 496/08.KO; nicht veröffentlicht).

Weitere News zum Thema

  • Die doppelte Haushaltsführung und die Steuer

    [] (verpd) Kosten für eine beruflich veranlasste notwendige Einrichtung einer Zweitwohnung können dem Finanzamt gegenüber in voller Höhe steuermindernd geltend gemacht werden. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 13 K 1216/16 E). mehr

  • Steuervorteile für heimischen Schreibtisch-Arbeitsplatz

    [] (verpd) Ob ein Selbstständiger, dem in seinen Betriebsräumen ein Schreibtisch-Arbeitsplatz zur Verfügung steht, die Kosten eines häuslichen Arbeitsplatzes steuermindernd geltend machen kann, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Das geht aus einem jüngst veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs hervor (Az. III R 9/16). mehr

  • Aus Preisschaukelei bei eBay folgt Schadensersatz

    [] Ein Verkäufer hatte bei eBay einen gebrauchten Pkw zum Startgebot von einem Euro angeboten. Ein Kaufinteressent bot auf niedrigem Niveau mit. Zwischenzeitlich betrug sein Höchstgebot 1,50 Euro. Der Verkäufer griff daraufhin in die Auktion ein und gab über einen Zweitaccount eigene Angebote ab, um den Preis für den VW Golf 6 in die Höhe zu treiben. Er überbot den Interessenten immer wieder und gab schließlich ein letztes Höchstgebot von 17.000 Euro ab. mehr

  • Wohnen ist der größte Kostenfaktor bei Privathaushalten

    [] (verpd) Eine vor Kurzem veröffentlichte Statistik ging der Frage nach, wieviel Einnahmen und Ausgaben ein privater Haushalt hat. Es zeigt sich, dass im Durchschnitt die monatlichen Ausgaben für Wohnen im Vergleich zu jedem anderen Posten bei den privaten Konsumausgaben deutlich höher sind. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.