Für ein risikoloses Badevergnügen

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(verpd) Letztes Jahr starben fast 400 Personen durch Ertrinken. Rund die Hälfte der tödlichen Ertrinkungsunfälle ereignen sich von Juni bis August, wie die Ertrinkungsstatistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) belegt. Die DLRG-Experten erklären, wie der Einzelne sein Unfallrisiko beim Baden reduzieren kann.

Das Risiko zu ertrinken besteht überall in Gewässern, egal ob in Flüssen, Seen und Meeren, Gartenteichen und Swimmingpools sowie in Schwimmbädern. Für Kinder können beispielsweise schon sehr niedrige Wasserstände zum Verhängnis werden.

Nasser Kinderspaß mit Lebensgefahr

Bei einem kleinen Kind ist nämlich der Kopf im Verhältnis zum Gesamtkörper sehr schwer und die Muskulatur noch ungeübt, dadurch besteht die Gefahr, dass es selbst bei geringer Wassertiefe von gerade einmal 30 Zentimetern seinen Kopf nicht eigenständig aus dem Wasser heben kann. Eltern sollten deshalb dringend darauf achten, dass Kleinkinder nicht unbemerkt zum Wasser wie zum Beispiel zu Teichen und Swimmingpools gelangen können.

Prinzipiell ist es wichtig, den Kindern möglichst früh das Schwimmen beizubringen. Schon für Kleinkinder ab dem vierten Lebensjahr werden entsprechende Schwimmkurse angeboten.

Doch auch ältere Kinder, die bereits schwimmen können, überschätzen häufig ihr Können oder unterschätzen die Gefahren, die Sprünge in zu flache Gewässer, weites Hinausschwimmen und abtreibende Strömungen mit sich bringen. Daher ist es wichtig, Kinder mit den Örtlichkeiten des Badegewässers vertraut zu machen und ausführlich auf mögliche Gefahrenquellen hinzuweisen und sie am besten nur unter Aufsicht ins Wasser gehen zu lassen.

Wo Schwimmen besonders gefährlich ist

Grundsätzlich sollte nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) jeder, der schwimmen geht, also Kinder wie auch Erwachsene, einige Grundsatzregeln beachten, um das Verletzungsrisiko oder die Gefahr zu ertrinken, so klein wie möglich zu halten. Das fängt bei der Auswahl des passenden Gewässers an: Prinzipiell sollte bei öffentlichen Gewässern beispielsweise nur in den ausgewiesenen Badezonen gebadet werden. Pflanzendurchwachsene Gewässer, bewachsene und sumpfige Uferzonen sind tückisch und deshalb zu meiden.

Von unbekannten Ufern, Brandungen und Wellen geht ebenfalls eine erhöhte Unfallgefahr aus. In Gewässerabschnitten, wo Schiffe und Boote fahren, ist das Baden und Schwimmen zu gefährlich. In Schwimmbädern und an Seen oder Flüssen aufgestellte Hinweisschilder, die beschreiben, was erlaubt oder verboten ist, wie beispielsweise ein generelles Badeverbot, müssen beachtet und eingehalten werden.

Ins Wasser springen sollte man nur dort, wo es erlaubt und für sich oder andere ungefährlich ist. Dazu sollte man das Gewässer gut kennen, denn in unbekannten Gewässern können von Wasser überdeckte Felsvorsprünge oder sonstige Gefahren lauern. Wasserflächen unter Sprunganlagen oder im Auslauf von Rutschen sind sofort wieder freizumachen und nicht als Aufenthaltsbereich zu nutzen.

Mit dem richtigen Badeverhalten Risiken vermeiden

Zudem gibt es einige persönliche Verhaltensweisen, die dazu beitragen, Badeunfälle zu vermeiden: Nur wer gesund ist und sich wohlfühlt, sollte schwimmen gehen. Niemals sollte man mit vollem oder ganz leerem Magen oder alkoholisiert schwimmen. Zudem ist es wichtig, sich zu duschen, um sich abzukühlen, bevor man ins Wasser geht. Wer von der Sonne aufgeheizt ist, sollte nicht ins kalte Wasser springen.

Es ist wichtig, seine eigene Kraft nicht zu überschätzen. Man sollte immer nur so weit hinausschwimmen oder so tief tauchen, wie man ohne konditionelle Probleme wieder zum Ufer zurückkommt. Wer im Wasser friert, sollte an Land gehen, anderenfalls drohen Muskelkrämpfe, die beim Schwimmen lebensgefährlich werden können. Nichtschwimmer sollten ausschließlich ein Nichtschwimmerbecken benutzen und nur bis zum Bauch ins Wasser gehen. Auch aufblasbare Schwimmhilfen bieten nämlich keine 100-prozentige Sicherheit, dass man nicht doch untergeht.

Bei Gewitter ist das Baden lebensgefährlich. Das Wasser sollte daher umgehend verlassen und ein festes Gebäude aufgesucht werden. Weitere Sicherheitstipps, unter anderem darüber, was Eltern beachten sollten und welche Gefahren für Schwimmende in den unterschiedlichsten Gewässerarten bestehen, sind im Webauftritt des DLRG enthalten.

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