eBay: Tippfehler beim Preis zwingt nicht zur Lieferung

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Wer versehentlich einen zu niedrigen Preis für seine Ware ansetzt, die er bei eBay versteigern möchte, muss die Ware nicht unbedingt unter Wert verkaufen.

Allerdings muss er beweisen können, dass es sich um einen Irrtum handelte. So sieht es das Oberlandesgericht Oldenburg in einem Urteil vom 27.9.2006 (Az. 4 U 25/06).

Im verhandelten Fall ging es um einen Pkw, den der Verkäufer für 1000 britische Pfund anbot. Von der Angebotsseite aus verlinkte er auf seine Firmenseite im Internet. Dort stand auch der ursprünglich vorgesehene Verkaufspreis von 15.000 Euro. Ein Interessent bot 1.751 britische Pfund, erhielt den Zuschlag und forderte die Herausgabe des Pkw. Der Verkäufer wies jedoch auf den Irrtum hin. Daraufhin klagte der Käufer und erfuhr eine Niederlage.

Das Gericht gestand dem Verkäufer ein Anfechtungsrecht wegen Irrtums zu. Diesen sah das Gericht dadurch als erwiesen an, dass der Anbieter das Auto gleichzeitig zu 15.000 Euro angeboten hatte. Sie hielten es für plausibel, dass der Verkäufer bei der Angabe des Startpreise in Pfund eine Null vergessen hatte.

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