Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche steigt weiter

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(verpd) Wie die vorliegenden Kriminalstatistiken zeigen, ist die Zahl der in Deutschland polizeilich registrierten Haus- und Wohnungseinbrüche in den letzten fünf Jahren von durchschnittlich 310 auf mittlerweile 420 Fälle pro Tag angewachsen – Tendenz steigend. Die Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz.

Immer mehr Bürger werden Opfer von Haus- und Wohnungseinbrüchen. Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik gab es 2014 insgesamt über 152.100 angezeigte Fälle und damit 1,8 Prozent mehr als noch in 2013. Im Vergleich zu vor fünf Jahren, hier wurden 113.800 Haus- und Wohnungseinbrüche registriert, ist das eine Zunahme von über 33 Prozent.

Die Aufklärungsquote durch die Polizei ist im Vergleich zu anderen Straftaten niedrig und liegt seit Jahren bereits bei unter 16 Prozent, das heißt von 100 Haus- und Wohnungseinbrüchen werden nicht einmal 16 Fälle aufgeklärt und die Diebe gefasst.

Du kommst hier nicht rein ...

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes zeigt im Rahmen von K-Einbruch, einer Einbruchschutzkampagne der Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft, welche Maßnahmen helfen, um das Haus oder die Wohnung vor Einbrechern zu schützen. Damit ein Einbrecher erst gar nicht auf die Idee kommt, in ein Haus einzusteigen, sollte zum Beispiel alles unterlassen werden, was ihm die Tat erleichtert.

So sind gekippte Fenster und Terrassentüren sowie ein unter der Fußmatte oder einem Blumentopf versteckter Haustürschlüssel nach Meinung der Experten nahezu eine Einladung für Diebe. Auch eine nur ins Schloss gezogene Türe stellt kaum ein Hindernis für einen Einbrecher dar. Selbst wer nur das Haus kurz verlässt, sollte daher immer alle Fenster schließen und nicht gekippt stehen lassen sowie die Haus- oder Wohnungstüre zusperren.

Garagen oder Gartenhäuser, in denen Steighilfen wie Gartenmöbel oder Mülltonnen lagern, sollten immer abgeschlossen sein. Anderenfalls erleichtert man es Dieben, damit an die Fenster oder Balkontüren in einem oberen Stockwerk zu gelangen. Empfohlen wird zudem der Einbau von geprüften, einbruchshemmenden Tür- und Fensterelementen sowie die Sicherung von Rollläden, die für Neubauten, aber auch zum Nachrüsten für bereits bestehende Gebäude erhältlich sind.

Abschreckung von außen

Auch das Grundstück selbst kann so gestaltet sein, dass Einbrecher abgeschreckt sind. Hilfreich dazu sind unter anderem eine Türsprech- und Videoanlage bei der Eingangstür und beleuchtete Zugangswege. Einbruchsgefährdete Stellen sollten gut einsehbar sein und nicht durch Palisaden, hohe Büsche oder andere Sichtbarrieren begünstigen, dass ein Dieb unentdeckt ins Haus kommen kann.

Eine hilfreiche Ergänzung zu den mechanischen Sicherungen bieten elektronische Einbruchmeldeanlagen. Sie schlagen zum einen bei einem Einbruchsversuch sofort Alarm, zum anderen haben solche Anlagen oftmals schon im Vorfeld eine abschreckende Wirkung auf die Verbrecher.

Weiterführende Tipps zum Thema Einbruchsschutz finden Interessierte auf den Webseiten www.nicht-bei-mir.de und www.k-einbruch.de. Außerdem können bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes kostenlose Broschüren dazu heruntergeladen werden. Eine persönliche Beratung wird auf den ortsnahen polizeilichen Beratungsstellen angeboten.

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