Die Küche – ein gefährlicher Spielplatz für Kinder

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(verpd) Viele kleine Kinder gehen in der Küche gerne auf Entdeckungsreise.

Doch diese Neugierde kann gefährlich werden. Daher sollten Eltern von Kleinkindern und Kinder im Grundschulalter einiges beachten, um das Unfallrisiko möglichst klein zu halten.

Ein Hauptanziehungspunkt in der Küche stellt für kleinere Kinder der Herd dar. Um Unfälle zu vermeiden, sollte daher das Kochfeld mit einem Herdschutzgitter gegen das Herunterziehen von Töpfen und Pfannen gesichert werden. Eine Sicherheitsmaßnahme ist es auch, nur die hinteren und damit für Kinder teils unerreichbaren Kochfelder zu benutzen. Zudem sollten die Griffe und Stiele der Töpfe und Pfannen nach hinten gedreht werden, damit kleine Kinder nicht daran ziehen können.

Doch auch andere Elektrogeräte wie Kühltruhen, Einbau- oder Kühlschränke sowie große Schränke können für Kinder ebenfalls zur Gefahr werden. Kriechen die Kleinen in den Schrank oder das Gerät und fällt die Tür, welche sich von innen nicht mehr entriegeln lässt, ins Schloss, sind sie darin gefangen. Solche „Fallen“ sollten daher unbedingt mit zusätzlichen Außenverriegelungen gesichert werden, damit Kinder nicht hineinklettern können.

Schere, Messer, Gabel, Licht ...

Weitere gefahrenreiche Gegenstände, beispielsweise Kleingeräte und Werkzeuge wie ein Mixer, ein Rührgerät, scharfe Messer, eine lange Fleischgabel oder ein schwerer Fleischklopfer, sind nach der Benutzung sofort wieder an für Kinder unerreichbare Plätze wegzuräumen. So wird sichergestellt, dass Kinder nicht unbeaufsichtigt damit hantieren und sich dabei verletzen können. Elektrische Kleingeräte wie Toaster und Kaffeemaschinen sind beispielsweise kindersicher in einem verschlossenen Schrank aufzubewahren.

Große Gefahren gehen unter anderem von haushaltsüblichen Chemikalien wie Reiniger, Wasch- und Spülmittel und Entkalker, aber auch Medikamenten oder sonstigen Flüssigkeiten, zum Beispiel Lampenöl, Spiritus und Flüssigdünger, aus.

Bei den Kleinkindern zwischen sieben Monaten und vier Jahren sind nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Vergiftungen oder Verätzungen durch Haushaltsmittel eines der häufigsten Unfallursachen.

Sicherheitsmaßnahme Nummer eins: Aufräumen

Der Grund für die hohe Vergiftungsgefahr: Die Geschmacksnerven von Kindern sind noch nicht voll ausgebildet. Unter Umständen nehmen sie Dinge, bei denen sich ein Erwachsener überwinden müsste, ohne Widerwillen in den Mund oder essen sie.

Der beste Schutz ist, derartige Mittel nach dem Gebrauch sofort unerreichbar wegzuräumen, beispielsweise in abschließbare Spülunterschränke, Putzmittelkörbe oder in den Medizinschrank. Zudem sollten Haushaltsreiniger nur mit kindersicheren Verschlüssen gekauft und niemals giftige oder ätzende Flüssigkeiten in Getränkeflaschen umgefüllt werden.

Auch verdorbene Lebensmittel wie angeschimmeltes Brot gilt es sofort zu entsorgen. Ihr Verzehr ist nämlich mit erheblichen Risiken verbunden. Übrigens führt bei Kindern Alkohol schon in geringsten Mengen zu Vergiftungen. Flaschen mit alkoholischem Inhalt sollten daher in der Küche sowie im Rest der Wohnung nie in Reichweite von Kindern aufbewahrt oder stehen gelassen werden.

Kleine Dinge, große Gefahr

Eine weitere häufige Unfallart von Kleinkindern sind Verbrennungen. Heiße Speisen und Getränke sowie erhitzte Gefäße sind daher außer Reichweite von Kindern abzustellen und beispielsweise nicht auf dem Tisch stehen zu lassen. Zudem sollten eventuell vorhandene Thermostat-Mischbatterien nicht auf hohe Temperaturen regelbar sein, damit sich ein Kind nicht versehentlich wegen einer falschen Temperatureinstellung verbrennt.

Gerade Kleinkinder im Alter zwischen etwa sieben Monaten und vier Jahren nehmen oftmals alles in den Mund. Das Verschlucken von Kleinteilen ist laut BfR auch die Nummer eins bei den Unfällen von Kindern in diesem Alter. Daher sollte man nie kleine Teile wie Knöpfe, Heftklammern, Ringe und Münzen, aber auch Erbsen, Nüsse oder sonstige Hülsenfrüchte in der Reichweite von Kindern liegen lassen.

Eine weitere Erstickungsgefahr geht von Plastiktüten aus. Um zu verhindern, dass sich ein Kind eine Plastiktasche über den Kopf zieht, ist es wichtig, solche Tüten immer für Kinder unerreichbar zu verstauen.

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