Die Hochburgen der Einbrecher

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(verpd) In Nordrhein-Westfalen gab es 2013 zahlenmäßig die meisten Wohnungseinbrüche, in Thüringen die wenigsten, wie eine aktuelle Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt. In Relation zur Einwohnerzahl ist in Bremen die Einbruchsquote am höchsten, in Bayern am niedrigsten.

Vor Kurzem hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) unter Bezugnahme auf Daten der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2013) bekannt gegeben, wie sich die gemeldeten Einbruch-Diebstähle auf die einzelnen Bundesländer verteilen.

Insgesamt stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche in 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf rund 150.000 Fälle an. Damit ergibt sich im vierten Jahr in Folge eine Zunahme. Die von den privaten Versicherern an ihre Kunden im Rahmen einer Hausratversicherung ausbezahlte Schadenssumme lag bei rund 480 Millionen Euro. Die durchschnittliche Schadenhöhe betrug circa 3.300 €.

Das Bundesland mit den meisten Einbrüchen

Zahlenmäßig gab es in Nordrhein-Westfalen mit rund 55.000 Einbrüchen die meisten derartigen Delikte. Auf dem zweiten Rang liegt Niedersachsen mit gut 15.700 Einbruch-Diebstählen. Dahinter folgen Berlin (11.600 Wohnungseinbrüche), Baden-Württemberg (11.300 Einbrüche) und Hessen (10.800 Einbrüche). Am wenigsten Wohnungseinbrüche wurden im Saarland mit 2.100, in Mecklenburg-Vorpommern mit 1.500 und in Thüringen mit 1.200 Fällen der Polizei gemeldet.

Die Entwicklung war je nach Region deutlich unterschiedlich. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in Baden-Württemberg mit plus 31 Prozent und in Thüringen mit plus 29 Prozent laut GDV eine alarmierend hohe Steigerung. Hingegen wurde in Schleswig-Holstein mit minus zwei Prozent und Hamburg mit minus ein Prozent ein jeweils leichter und in Sachsen mit minus fünf Prozent sowie in Bremen und Berlin mit jeweils minus sechs Prozent ein deutlicher Rückgang zu verzeichnet.

Bremen ist Einbruchs-Hochburg

Setzt man die Zahl der gemeldeten Einbruchdiebstähle in Relation zur Einwohnerzahl der Bundesländer, zeigt sich eine gänzlich andere Reihenfolge. Einbruchshochburgen sind demnach die drei Stadtstaaten Bremen mit 5,19 Wohnungseinbrüchen, Hamburg mit 3,98 Einbrüchen und Berlin mit 3,44 Wohnungseinbrüchen pro 1.000 Einwohner. Nordrhein-Westfalen liegt hier „nur“ an vierter Stelle mit einer Quote von über drei Wohnungseinbrüchen pro 1.000 Einwohner.

Die niedrigste Einbruchsrate mit jeweils rund 0,51 Einbrüchen pro 1.000 Einwohner gibt es in Bayern, die insgesamt rund 6.400 Einbrüche zu beklagen hatten. Auch in Thüringen lag die Einbruchsquote bei „nur“ 0,55 Fällen pro 1.000 Einwohner. Auch in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern liegt die Quote bei unter einem Wohnungseinbruch pro 1.000 Einwohner.

Auf die Versicherungssumme kommt es an

Damit auch alle im Haushalt befindlichen Gegenstände ausreichend gegen Diebstahl in der Hausratversicherung abgesichert sind, ist es wichtig, regelmäßig zu prüfen, ob die Versicherungssumme noch dem Wert des Hausrates entspricht.

Ist die Versicherungssumme niedriger als der tatsächliche Wert der versicherten Sachen, so liegt eine Unterversicherung vor. In diesem Falle wird in der Regel der Schaden nicht voll, sondern nur entsprechend dem versicherten Anteil ersetzt.

Besonderheiten bei Wertsachen beachten

Laut Polizei gehören neben Handys und Laptops auch Bargeld und Schmuck zur beliebtesten Diebesbeute. Gerade für diese und andere Wertsachen wie Wertpapiere, Sparbücher, Pelze und Antiquitäten gibt es üblicherweise in der Hausrat-Police bestimmte Entschädigungsgrenzen, die im Versicherungsfall maximal ausbezahlt werden. Gegen Aufpreis können oft auch höhere Entschädigungsgrenzen vereinbart werden. Für manche Wertgegenstände kann zudem die Aufbewahrung in einem Tresor, der bestimmte Merkmale hat, vorgeschrieben sein.

Befinden sich die Wertsachen bei Schadeneintritt außerhalb des vorgeschriebenen Safes, gelten in der Regel niedrigere Entschädigungsgrenzen. Für besonders wertvolle Wertsachen wie Schmuck, Pelze, Antiquitäten, Bilder oder Kunstgegenstände, deren Werte die Entschädigungsgrenzen übersteigen, empfiehlt sich der Abschluss spezieller Versicherungspolicen, wie beispielsweise einer Schmuck- oder Kunstversicherung. Damit lassen sich nicht nur die tatsächlichen Werte, sondern teils auch mehr Risiken als in der Hausrat-Police üblich absichern.

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