Der Verkauf von Altgold: Wie erhalte ich das meiste Geld für mein Altgold?

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Der Goldpreis ist seit Monaten auf Rekordjagd. Schwindendes Vertrauen in Papiergeld, Goldkäufe von Zentralbanken, schwaches Produktionswachstum der Goldminen sowie die Schuldenprobleme in Europa und den USA treiben den Kurs. Es ist derzeit kaum vorstellbar, dass sich an diesen den Goldpreis treibenden Faktoren bald etwas Gravierendes ändert.

Für Besitzer von Altgold, wie z.B. Zahngold oder Schmuck, die über den Verkauf nachdenken, ist der aktuelle Goldpreis jedoch sehr verlockend. Lohnt sich jetzt der Verkauf? Das hängt von Ihrer ganz persönlichen Situation ab. Wenn Sie sich schon immer von Ihrem Altgold trennen wollten oder gerade jetzt Geld brauchen, dann kann ein Verkauf sinnvoll sein.

Den Preis, den Sie für Ihr Altgold erzielen können, hängt vom sog. Schmelzwert ab. Feingold (999,9er) erreicht einen besseren Kurs als 750er- oder 333er-Gold. Letztere enthalten pro 1000 Gewichtseinheiten weniger reines Gold, dafür aber andere Metalle und sind deshalb aufwendiger in der Aufbereitung, bringen deshalb weniger Erlös.

Tipp
Der Erlös hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab. Holen Sie deshalb grundsätzlich mindestens drei verschiedene Angebote ein. Vorsicht: Manche schwarze Schafe bieten nur ein Viertel des möglichen Wertes an.

Jedes Schmuckstück besitzt einen Markt- und einen Materialwert. Die Altgoldankäufer bieten fast immer nur Letzteren an. Hinzu kommt: Kunden müssen selbst bei seriösen Händlern je nach der zu verkaufenden Menge mit einem Abschlag von bis zu 30 Prozent auf den aktuellen Tagesgoldkurs rechnen. Händler kalkulieren beim Ankauf einen sinkenden Kurs ein. Denn die Einkäufer sammeln das Altgold über Wochen und verkaufen es erst später an Großhändler oder Goldscheidereien.

Tipp
Besorgen Sie sich die Tagesgoldkurse in Gramm. Die Altgold-Händler rechnen nicht in Unzen ab. Aktuelle Grammkurse finden Sie im Internet unter www.allgemeine-gold.de. Außerdem: Die Menge machts. Viel Altgold zum Verkauf bringt Ihnen eine bessere Verhandlungsposition.

So erkennen Sie unseriöse Goldhändler

Gehen Sie beim Verkauf von Gold zu einem Händler, der einen Ruf zu verlieren hat, z.B. eine Bank oder einen professionellen Händler mit guten Referenzen, der ein angestammtes Geschäft hat.

Tipp
Unseriöse Händler versperren Ihnen den Blick auf die Waage, mit der sie Ihr Material aufwiegen, oder verzichten sogar ganz auf das Wiegen. Diese Händler geben Ihnen keine Auskunft über ihre Kalkulation, sondern nennen Ihnen nur einen fixen Gesamtpreis. Auf das Aushändigen von Quittungen oder Abrechnungsbelegen wird verzichtet. Achtung: Auch heute noch gibt es auf Wochen- oder Antiquitätenmärkten fahrende Goldhändler: Lassen Sie lieber die Finger davon.

Der Verkauf von Gold über das Internet

Haben Sie keinen stationären seriösen Gold-Ankäufer in Ihrer Nähe, so können Sie Altgold auch über das Internet verkaufen. Anbieter hierzu sind z.B. www.briefgold.de, www.altgold24.com oder www.proaurum.de. Klären Sie beim Verkauf von Gold über das Internet zuerst immer folgende Fragen:
  • Was geschieht, wenn das Gold auf dem Postweg verschwindet, ab wann ist die Sendung versichert?
  • Welcher Goldkurs wird Ihnen vom Händler vergütet? Der Kurs am Tag des Verkaufes oder erst zwei Wochen später bei der Überweisung des Erlöses?
  • Besitzen Sie ein Rücknahmerecht für das eingesandte Gold, und was kostet dies?
Was mache ich mit meinem alten Familien-Gold-Schmuck?

Die meisten Schmuckstücke, vor allem Goldringe und Goldkettchen, sind beim Verkauf nicht sehr ergiebig, da sie nur ein geringes Feingoldgewicht auf die Waage bringen. Der Händler berechnet Ihnen lediglich den Grammpreis; die Handwerksarbeit wird nicht mitbezahlt. Ein Rechenbeispiel: Wenn Sie eine 100g schwere Goldkette (666er-Gold) haben, beträgt der reine Goldanteil 66g. Nehmen Sie einen Grammwert von 38 Euro, dann sollte Ihnen die Kette rund 2.508 Euro einbringen.

Was ist mit meinen alten Goldmünzen und Goldmedaillen?

Alte Goldmünzen sind ein Sonderfall, da sie einen höheren Sammlerwert besitzen können und eigentlich nicht eingeschmolzen gehören. Eine gute Adresse für alte Münzen sind Händler, die im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels (www.muenzenverband.de) organisiert sind. Goldmünzen sollten Sie grundsätzlich sorgfältig behandeln und insbesondere Beschädigungen wie Abstoßungen unbedingt vermeiden - das verursacht erhebliche Abschläge beim Verkauf.

Anderes gilt für Goldmedaillen:
Diese sind regelmäßig keine gesetzlichen Zahlungsmittel (gewesen) und werden häufig von privaten Münzfirmen als angebliche Sammlerstücke anlässlich bestimmter Ereignisse geprägt. Einen Sammlerwert verkörpern diese Medaillen jedoch so gut wie nie, sie bringen Ihnen meist nur den tatsächlichen Grammwert.

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