Damit Einbrecher bei Firmen keine Chance haben

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(verpd) Bargeld, aber auch hochwertige Waren und Betriebsausstattungen wie Notebooks und teures Werkzeug sind immer wieder eine begehrte Beute für Diebe, die in Gewerbeobjekte einbrechen. Mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen können Unternehmen jedoch das Einbruch-Diebstahl- und Vandalismusrisiko minimieren.  

Jedes Jahr verursachen Einbrecher Schäden in Höhe von rund 300 Millionen Euro in Betrieben, Praxen und Firmenbüros. Viele dieser Einbrüche ließen sich jedoch mit speziell für den jeweiligen Betrieb sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen verhindern.

Diese Art der Risikominimierung hätte einen weiteren Vorteil. Denn diverse Betriebe oder auch Betriebsbereiche können gegen Einbruch-Diebstahl und/oder Vandalismus nur versichert werden, wenn bestimmte Schadenverhütungs-Maßnahmen beziehungsweise Sicherungen vorhanden sind.

Sicherungsrichtlinien helfen ein Sicherungskonzept zu erstellen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat in Zusammenarbeit mit der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes diesbezüglich Sicherungsrichtlinien für Geschäfte und Betriebe (VdS 2333) erarbeitet.

Unternehmer können mithilfe dieser Sicherungsrichtlinien ein komplettes, speziell auf ihren Betrieb zugeschnittenes Sicherungskonzept erstellen, um bedarfsgerechte und effektive Schadenverhütungs-Maßnahmen, die das Einbruch-Diebstahl-Risiko minimieren, zu ergreifen.

Bei der Erstellung der Sicherungsrichtlinien wurden nach Angaben der Verfasser die Erfahrungen und Erkenntnisse von folgenden Experten über aktuelle Einbruchstechniken und Vorgehensweisen der Täter berücksichtigt: der Polizei, der Hersteller und Errichter von Sicherungssystemen, der Sachversicherer und der VdS Schadenverhütung GmbH, einem Spezialisten für die Schadenverhütung bei gewerblichen und industriellen Objekten.

Nicht jede Sicherung ist für jeden Betrieb gleich gut geeignet

Die in der VdS 2333 beschriebenen sicherungstechnischen Anforderungen wurden zudem unter Berücksichtigung der Gefährdung eines Objekts und der Wirtschaftlichkeit festgelegt. Da nicht alle Unternehmen das gleiche Einbruch-Diebstahl-Risiko haben, werden für die verschiedenen Betriebsarten auch unterschiedliche, auf das jeweilige Gefahrenpotenzial zugeschnittene Sicherungslösungen empfohlen.

Die Betriebsarten sind dazu in verschiedene Sicherungsklassen, nämlich den Sicherungsklassen SG1 bis SG6, eingeteilt. Je nach Sicherungsklasse werden spezifische Sicherungsmaßnahmen empfohlen. Welche Sicherungsklasse ein Unternehmen hat, kann im Betriebsarten-Verzeichnis VdS 2559 nachgelesen werden.

Als weitere Hilfe, um das Einbruch-Diebstahl-Risiko zu minimieren, bietet die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes zusammen mit dem GDV und der VdS Schadenverhütung GmbH Broschüre „Schlechte Geschäfte für Einbrecher“ an. Der 40-seitige Ratgeber, der unter anderem diverse Tipps zu mechanische Sicherungen, Videoüberwachungs- und Einbruchmeldeanlagen gibt, ist kostenlos unter www.polizei-beratung.de herunterladbar.

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