Damit die Gasnutzung im Haus sicher bleibt

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(verpd) Statistisch gesehen kommen jedes Jahr rund 15-mal mehr Menschen bei einem Stromunfall ums Leben als bei einem Unfall mit Gas. Dennoch sollte jeder, der Gas zum Heizen und/oder Kochen im Haushalt verwendet, auf Sicherheit bedacht sein. Sollte es nämlich zu einem Unfall kommen, muss mit hohen Sach- und Personenschäden gerechnet werden.

Die häufigsten Ursachen bei einem Gasunfall im Haushalt sind laut Experten ein leichtsinniger Umgang, eine mangelnde Wartung oder auch unsachgemäße Reparaturen gasbetriebener Geräte und Gasleitungen.

Prinzipiell sind daher festgestellte Beschädigungen oder Probleme mit Gasgeräten und/oder Gasleitungen nur von einem Fachmann zu beheben. Ein gefährlicher Leichtsinn ist es, Gasleitungen, die zum Beispiel an Kellerdecken und -wänden Aufputz verlegt wurden, als Vorrichtung, um Kleidung, Eimer oder sonstige Dinge aufzuhängen, zu missbrauchen. Dadurch könnte die Leitung beschädigt werden und Gas ausströmen.

Nachlässigkeit ist gefährlich

Auch eine zu geringe Luftzuführung, eine zu dichte Gebäudehülle sowie falsch dimensionierte Ventilatoren oder Dunstabzugshauben können gefährlich sein. Dadurch kann nämlich ein Unterdruck im Raum oder Gebäude entstehen, der einen Luftmangel sowie einen Abgasaustritt und eine Kohlenmonoxidbildung verursachen könnte.

Wer nach einer Sanierung der Gebäudehülle oder sonstigen Änderung an der Heizung oder am Gebäude sicher sein möchte, dass eine ausreichende Luftzuführung besteht, sollte vom Schornsteinfeger eine Messung durchführen lassen.

Während die meisten ihr Auto mindestens einmal im Jahr zur Inspektion in die Werkstatt geben, verzichten immer noch viele bei Gasgeräten und Gasanlagen darauf, diese regelmäßig von einem Fachmann prüfen und warten zu lassen. Oft wird der Heizungsexperte erst zurate gezogen, wenn die Heizung nicht mehr funktioniert. Allerdings kann es dann bereits zu spät sein. Denn schlecht gewartete Gasgeräte können durch Ruß verschmutzte Innenkörper und Brenner und/oder eine verstellte oder defekte Gasarmatur eine schlechte Verbrennung verursachen.

Dadurch wiederum kommt es zu mehr Rußbildung. Bei stark verschmutzten Geräten besteht dann das Risiko, dass das bei einer schlechten Verbrennung entstehende Kohlenmonoxid statt in den Rauchfang in den Raum geleitet wird und es zu lebensgefährlichen Vergiftungen bei den Bewohnern kommt. Nicht zuletzt erhöht sich durch eine schlechte Verbrennung außerdem der Gasverbrauch, was die Heizkosten in die Höhe treibt.

Sicherheit durch regelmäßige Kontrolle

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) rät Eigentümern und Mietern von Wohnungen und Häusern mit Gasanlagen, einmal pro Jahr die Sicherheit von Gasleitungen und Gasgeräten am besten zusammen mit einem Fachmann zu überprüfen. Zudem sollten die Gasleitungen alle zwölf Jahre von einem Experten auf Gebrauchsfähigkeit und Dichtheit überprüft werden. Wie eine derartige Überprüfung erfolgen soll, zeigen die Checklisten „Der Gasleitungs-Check“ und „Der Gasgeräte-Check“, die kostenlos im Webauftritt des DVGW abrufbar sind.

Wichtig ist zudem, dass gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungstermine, die durch den Schornsteinfeger durchzuführen sind, eingehalten werden. Auch Vorgaben des Heizungsherstellers für die Erhaltung der Gewährleistung und Garantie gilt es zu beachten. Verantwortlich für die vorgeschriebenen Kontrollen ist der jeweilige Benutzer beziehungsweise Haus- oder Wohnungsbesitzer.

Wer gesetzliche Bestimmungen nicht befolgt, schadet unter Umständen nicht nur sich selbst, sondern gefährdet auch den Versicherungsschutz. Denn werden vorgeschriebene Wartungsarbeiten bewusst unterlassen, muss man bei einem Unfall damit rechnen, dass die Gebäude- und die Hausratversicherung für den dadurch entstandenen Schaden eventuell wegen grober Fahrlässigkeit nicht vollständig aufkommen muss.

Wenn Gasgeruch bemerkt wird

In der Regel ist den Stadt- und Erdgasen zur Sicherheit ein Geruchsstoff beigemischt, damit man riechen kann, wenn Gas ausströmt. Allerdings empfiehlt der VdS Schadenverhütung GmbH (VdS), ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., sich nicht nur auf die eigene Nase zu verlassen. Denn im Schlaf funktioniert beispielsweise der Geruchssinn eines Menschen kaum noch.

Daher ist es sinnvoll, in allen Räumen, in denen sich Gasleitungen und -geräte befinden, einen Gasmelder zu installieren, da dieser ausströmendes Gas bereits in geringen Konzentrationen erkennt. Somit bleibt im Falle des Falles noch genug Zeit, um die Explosionsgefahr zu minimieren oder sich wenigstens in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu holen.

Nach Angaben der VdS-Experten sollten bei Gasgeruch auf keinen Fall das Licht oder andere elektrische Geräte eingeschaltet werden. Richtig wäre es, die Fenster und Türen großflächig zu öffnen, um die Gaskonzentration zu reduzieren, die Gaszufuhr abzustellen und das Gebäude zu verlassen. Dann sollten außerhalb des Gebäudes umgehend die Feuerwehr und der Gasversorger zum Beispiel mit einem Mobiltelefon informiert werden.

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