Damit das Fahrrad beim Besitzer bleibt

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(verpd) Nach Expertenaussagen sind Fahrraddiebe besonders häufig auf Bahnhöfen und größeren Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, aber auch auf Abstellplätzen vor Universitäten, Freizeiteinrichtungen, Geschäften und Lokalen aktiv. Daher sollten, wenn möglich, solche Plätze gemieden oder zumindest ein gesicherter Abstellplatz, der gut beleuchtet und einsehbar ist, benutzt werden. Es gibt zudem auch andere Maßnahmen, um sein Fahrrad vor Diebstahl zu schützen.

Zahlreiche Fahrraddiebstähle werden durch das leichtsinnige Verhalten des Radbesitzers begünstigt. So ist nach einer Untersuchung der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes rund jedes sechste gestohlene Fahrrad ungesichert abgestellt worden.

Die Polizei rät grundsätzlich, ein Fahrrad, auch bei einem noch so kurzen Stopp, immer abzuschließen, denn das vermindert das Diebstahlrisiko erheblich. Bei den Fahrradschlössern gibt es allerdings erhebliche Qualitätsunterschiede.

Diebstahlsicher abschließen

Einen hohen Diebstahlschutz bieten nach Polizeiangaben massive Stahlketten, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Ummantelte Ketten-, Falt- und andere Spezialschlösser sind nach Expertenmeinung zudem sicherer als Spiralkabelschlösser oder als günstige Nummern-, Rahmen- und dünne Kabelschlösser. Für manche Fahrradschlösser sind Sicherheitsklassen ausgewiesen, dabei gilt: Je höher die angegebene Klasse, desto besser ist die Diebstahlsicherheit.

Ein einfaches Mittel gegen das oft von Langfingern ausgeübte Lockpicking, bei dem sie das Schloss mit einem Spezialwerkzeug öffnen, ist es, die Schlossöffnung beim Abschließen nach unten zu richten. Empfehlenswert ist zudem, das Rad so an einen stabilen Gegenstand zu ketten, dass es nicht von oben herausgehoben werden kann. Anderenfalls können Diebe ein Velo, das beispielsweise nur durch ein Speichenschloss gesichert ist, wegtragen oder auf einem Hänger transportieren und das Schloss später in aller Ruhe knacken.  

Zudem sollte nicht nur das Hinter- oder Vorderrad an einen Gegenstand gesperrt werden, denn dann besteht das Risiko, dass der Dieb das Rad abmontiert und das restliche Fahrrad mitnimmt. Experten empfehlen, das Fahrrad am Rahmen anzuketten und zwischen dem Schloss, dem Fahrrad und dem Gegenstand, an dem es festgemacht wird, möglichst wenig Platz zu lassen, um ein Aufstemmen des Schlosses zu erschweren.

Codieren schützt doppelt

Wer sein Rad codieren und/oder registrieren lässt sowie die Daten in einen Fahrradpass einträgt, erschert es Dieben, das Fahrrad ohne Eigentumsnachweis zu verkaufen. Außerdem erhöht dies die Chancen, dass der Besitzer ein gestohlenes und wiederaufgefundenes Rad wieder zurückbekommt. Bei der Codierung wird für jedes Fahrrad eine individuelle Ziffernfolge festgelegt und in den Rahmen eingraviert. Teils gegen einen kleinen Unkostenbeitrag codieren diverse Fahrradhändler, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und andere Institutionen das Rad.

Wo ein solcher Service ortsnah angeboten wird, kann bei der Polizei erfragt werden. Wenn eine Codierung wegen der Materialeigenschaften des Rades wie bei Karbon- oder Leichtbaurädern nicht eingraviert werden darf oder nicht gewünscht wird, weil beispielsweise der Fahrradhersteller durch eine Codierung die Garantie verwehren würde, lässt sich das Rad registrieren. Dazu werden Rahmennummer, Marke, Modell, Farbe und weitere Details des Rades erfasst. Eine solche Registrierung ist bei vielen Polizeistellen kostenlos möglich.

Im Internet und im Fahrradfachgeschäft werden auch elektronische Kennzeichnungen, also ein Mikrochip, der die wesentlichen Daten des Fahrrades und des Eigentümers enthält und am Fahrradrahmen angebracht werden kann, angeboten. Zusätzliche Tipps rund um das Thema Fahrraddiebstahl und einen Fahrradpass gibt es in einer kostenlos online herunterladbaren Broschüre der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie im Webauftritt des ADFC. Von der Polizei gibt es den Fahrradpass auch als kostenlose App für iPhones sowie Android-Geräte.

Finanzieller Schutz bei Diebstahl

Wer sichergehen möchte, dass er den finanziellen Schaden nach einem Diebstahl ersetzt bekommt, kann sein Fahrrad gegen Diebstahl versichern. Möglich ist dies entweder über die Hausratversicherung oder über eine spezielle Fahrradversicherung.

In vielen Hausrat-Policen besteht allerdings je nach den zugrunde liegenden Vertragsbedingungen nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kein Versicherungsschutz für das Rad, wenn es in dieser Zeit nicht genutzt wird. Außerdem kann es eine Einschränkung des Versicherungsschutzes auf die im Versicherungsschein genannten Orte wie Wohnung, Garage und Keller geben. Ein umfassenderer Schutz über die Hausratversicherung ist zum Teil jedoch durch einen Aufpreis möglich.

Spezielle Fahrradversicherungen bieten oftmals einen umfangreichen Versicherungsschutz. In einigen Verträgen gibt es beispielsweise einen Versicherungsschutz bei Diebstahl, der rund um die Uhr gilt.

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