Bei Fahrlässigkeit haften Mieter für den entstandenen Wasserschaden

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Waschmaschinen bergen Haftungsrisiken. Der Mieter haftet voll für einen Wasserschaden, wenn er fahrlässig die Gefahr unterschätzte.

Ist die Waschmaschine nicht fachgerecht angeschlossen und verursacht ein Mieter einen Wasserschaden, so haftet er voll dafür. Das gilt selbst dann, wenn ein provisorischer Anschluss zuvor jahrelang gut funktionierte. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg hervor (Az. 3 U 6/04).

Im verhandelten Fall hatte ein Mieter die Wasserleitung zur Waschmaschine lediglich mit einer Schelle befestigt und ließ außerdem den Wasserhahn immer geöffnet. Dies ging jahrelang gut. Doch eines Tages löste sich die Schelle vom Schlauch und verursachte einen kostspieligen Wasserschaden, auch in der darunterliegenden Wohnung.

Zwar ersetzte die Versicherung des Hauseigentümers zunächst den Schaden. Jedoch wollte sie sich das Geld vom Verursacher zurückholen. Der argumentierte, er habe die Versicherungsbeiträge ja über die Mietnebenkosten anteilig mitfinanziert. Doch mit dieser Argumentation hatte er vor Gericht keinen Erfolg. Die Richter befanden vielmehr, dass er grob fahrlässig gehandelt habe. Deshalb müsse er den Schaden selbst bezahlen.

Geldtipp
Mieter sollten daher ihre Waschmaschine unbedingt mit einer sogenannten Aquastopp-Vorrichtung anschließen oder zumindest nach Verwendung der Maschine den Wasserhahn wieder zudrehen.

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