Begehrte Liebhaberstücke: Goldmünzen nur bedingt zum Vermögensaufbau geeignet

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Wer sinnliche Freude an Geld und Gold empfindet, etwa wie Dagobert Duck, kann mit seltenen Euro-Prägungen oder mit Goldmünzen, wie sie der Bundesfinanzminister seit dem Jahr 2002 herausgibt, sein Altersvorsorgedepot abrunden. Er sollte allerdings nicht in ihnen baden, denn auf ihre Unversehrtheit kommt es entscheidend an.

Die diesjährige Edition der 100-Euro-Münze mit dem Motiv "Unesco-Welterbe Klassisches Weimar" ist auf 350.000 Stück begrenzt, obwohl die Nachfrage laut Bundesfinanzministerium die Auflagenhöhe "auch in diesem Jahr deutlich übersteigt". Das verspricht einen gehörigen Wertzuwachs. Privatleute, die bis 31.5.2006 bestellt haben oder ein Abonnement besitzen, erhalten allerdings lediglich ein Exemplar garantiert. Eine dieser gewichtigen Goldmünzen kostet je nach Goldkurs 260 Euro bis 290 Euro. Wer zu den Glücklichen gehört, die ihre Münzen direkt vom Bundesfinanzministerium beziehen, kann sie später mit erheblichem Gewinn verkaufen. Die 100-Euro-Münzen früherer Jahre kosten mittlerweile weit über 400 Euro.

Noch höhere Erträge konnten Münzsammler mit dem offiziellen Euro-Satz des Vatikans einstreichen. Die 2005er-Serie mit acht Geldstücken und dem Konterfei von Papst Johannes Paul II war Anfang 2005 im Münzbüro des Vatikans für 20 Euro zu kaufen. Nach dem Tod von Papst Johannes Paul II am 2.4.2005 erzielte diese Münzserie Verkaufspreise von satten 350 Euro. Der Wert von Münzen orientiert sich nämlich ausschließlich an der Nachfrage. Und die lässt sich nie genau vorhersagen. Deshalb stellen Münzsammlungen lediglich eine exotische Beimischung zur Vermögensanlage dar. Nachhaltige Wertsteigerungen waren in den vergangenen Jahren vor allem mit gut erhaltenen Münzen aus dem Kaiserreich und der Talerzeit erzielbar.

Geldtipp

Hüten Sie sich vor sogenannten Gedenkprägungen, die es zu allen möglichen Anlässen gibt. Das sind reine Sammlerstücke mit geringen Wiederverkaufs-Chancen. Sie tragen keine Wertangabe und dienen nicht als offizielle Zahlungsmittel.

Außerdem sollten Münzsammler, die sich nicht absolut gut auskennen, bei Auktionen im Internet aufpassen. Dort wird viel Schrott gehandelt.

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