Bankguthaben bald besser geschützt?

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Für den Fall, dass eine Bank Konkurs anmelden muss, gibt es den gesetzlich vorgeschriebenen Einlagenschutz. Doch reicht der aus?

Sparguthaben sind in Deutschland in Höhe von bis zu 20.000 Euro je Kunde geschützt. Allerdings kann es bis zu 3 Monate lang dauern, bis der Sparer sein Geld zurückbekommt (in Ausnahmefällen sogar 9 Monate).

Diese gesetzliche Einlagensicherung soll nach den jüngsten Erfahrungen mit der Finanzkrise künftig EU-weit verbessert werden. Ein Vorschlag lautet, den Mindestschutz von Bankguthaben auf 50.000 Euro pro Kunden anzuheben. Ab 2010 soll die Garantie 100.000 Euro betragen.

Außerdem soll das Geld wesentlich schneller an die Kunden zurückgezahlt werden – möglicherweise innerhalb von 3 Tagen. Dadurch soll das Vertrauen der Bankkunden gestärkt werden, damit diese bei drohenden Zahlungsschwierigkeiten der Bank nicht schon vorher ihr Geld abheben und dadurch die Krise verstärken.

Über diese gesetzliche Einlagensicherung hinaus sind in Deutschland die Bankeinlagen der Kunden durch freiwillige Entschädigungseinrichtungen der Banken gegen Insolvenzen geschützt, und zwar pro Kunde mit jeweils bis zu 30 % des Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Bei einem Kapital von 3 Mio. Euro, das eine Privatbank bei seiner Gründung nachweisen muss, ergibt sich eine Mindesthaftungssumme von 900.000 Euro pro Bankkunden. Damit sind nicht nur die Einlagen, sondern auch die Zinsguthaben geschützt.

Geldtipp
Im internationalen Vergleich ist die deutsche Einlagensicherung Spitze. Vorsicht ist dagegen bei Finanzinstituten mit Sitz im Ausland geboten. Sie gehören nicht immer dem deutschen Einlagensicherungsfonds an.

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