Autokauf: Vermeiden Sie Anzahlungen bei Autohäusern

 - 

Dass es leichtsinnig ist, beim Autokauf über das Internet oder über Zeitungsinserate dem Verkäufer eine Anzahlung zu leisten, dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Das gilt insbesondere dann, wenn sich das Fahrzeug im Ausland befindet und die Anzahlung angeblich dazu dienen soll, die Frachtkosten nach Deutschland zu decken.

Wer sich als Käufer mit derartigen Forderungen konfrontiert sieht, der kann mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er es mit gewerbsmäßigen Betrügern zu tun hat.

Bei Anzahlungen an Autohäuser in Deutschland besteht derzeit ebenfalls ein größeres Risiko, weil nicht auszuschließen ist, dass der Verkäufer vor der Auslieferung Insolvenz anmeldet und der Käufer auf seinem Schaden sitzen bleibt.

Mit dem Ende der Abwrackprämie wird bei den deutschen Autohäusern in den nächsten Monaten eine dramatische Insolvenzwelle befürchtet. Auslöser dafür ist nicht allein die sinkende Nachfrage nach Neuwagen, sondern auch der durch die Abwrackprämie bewirkte Verfall der Gebrauchtwagenpreise.

Das trifft besonders diejenigen Autohändler, die bisher einen großen Teil ihres Umsatzes mit Leasingfahrzeugen gemacht haben und jetzt den seinerzeit kalkulierten Restwert nach Vertragsende am Markt nicht mehr erzielen können.

Dieses Restwertrisiko tragen in rund 70 Prozent der Leasingverträge die Autohändler. Besonders dramatisch könnte sich die finanzielle Situation für diejenigen Markenhändler entwickeln, die in den vergangenen Jahren auf Druck der Hersteller massiv in Gebäude und Werkstattausrüstung investiert haben und jetzt auf einem enormen Schuldenberg sitzen.

Tipp
Wenn Sie beim Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens dem Verkäufer bei Vertragsabschluss eine Anzahlung leisten, dann können Sie derzeit nicht ausschließen, dass Ihre Anzahlung im Krisenfall verloren ist. Denn geleistete Anzahlungen gehen – soweit sie nicht ausdrücklich auf Sperrkonten geleistet werden – in das Vermögen des Autohändlers über. Im Insolvenzfall können Sie dann allenfalls darauf hoffen, einen kleinen Teil des gezahlten Gelds über die Insolvenzmasse zurückzubekommen. Auf die Automobilhersteller brauchen Sie im Falle einer Insolvenz nicht zu hoffen. Diese verweigern bei der Insolvenz eines Vertragshändlers im Regelfall jede Unterstützung für geschädigte Kunden.

Weitere News zum Thema

  • Vorkehrung für den Katastrophenfall

    [] (verpd) Überschwemmung, Erdbeben, Terroranschlag – es gibt zahlreiche Katastrophen, die auf einen Schlag ein alltägliches Leben über mehrere Tage oder Wochen unmöglich machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt an Hand einer Broschüre und einer Checkliste, wie Bürger für solche Notlagen vorsorgen sollten, zum Beispiel welche Vorräte sinnvoll sind. Zudem wird erklärt, wie sich der Einzelne im Notfall zu verhalten hat. mehr

  • Rechte und Pflichten im Praktikum

    [] (verpd) Ein Praktikum kann bei der Suche nach dem passenden Beruf hilfreich sein. In manchen Schulen und Studiengängen gibt es aber auch Pflichtpraktika, damit Schüler oder Studenten neben der Theorie auch praktische Kenntnisse erwerben. Was Arbeitgeber und angehende Praktikanten über dieses besondere Arbeitsverhältnis wissen sollten, zeigen diverse Broschüren und Webportale von offiziellen Institutionen. mehr

  • Die Steuer bei Erbschaft oder Schenkung

    [] (verpd) Gesetzliche Vorschriften regeln, wann und wie hoch vererbte oder verschenkte Vermögenswerte wie ein Haus, eine Geldsumme oder auch ein Unternehmen vom Erben oder Beschenkten zu versteuern sind. Es gibt aber auch einige Möglichkeiten, wie Erblasser und Schenker die finanzielle Belastung für den Erben oder Beschenkten im Vornherein reduzieren können. mehr

  • Arbeitsstreit wegen eines digitalen Terminkalenders

    [] (verpd) Hat es ein Arbeitgeber versäumt, vor der Einrichtung eines Gruppenkalenders in Microsoft Outlook eine Zustimmung des Betriebsrates einzuholen, so ist er nicht zur Abmahnung eines Beschäftigten berechtigt, wenn dieser die Nutzung des Kalenders verweigert. So eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Nürnberg (Az. 7 Sa 441/16). Das heißt aber auch, liegt eine Betriebsratszustimmung vor, kann durchaus eine Abmahnung drohen, wenn man einen digitalen Terminkalender nicht wie vorgeschrieben nutzt. mehr

  • Streit um Bearbeitungsgebühr für Flugstornierungen

    [] (verpd) Eine Klausel in den Bedingungen eines Luftfahrtunternehmens, nach welcher ein Fluggast eine Bearbeitungsgebühr bezahlen muss, wenn er einen Flug storniert, stellt eine unangemessene Benachteiligung dar. Die Klausel ist daher unwirksam. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit einem aktuellen Urteil entschieden (Az. C-290/16). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.