App bringt Klarheit in den Label-Wirrwarr

 - 

(verpd) Es gibt mittlerweile fast keine Produkte des täglichen Lebens, die nicht mit einem Gütezeichen oder Label ausgezeichnet sind. Was wirklich hinter jedem einzelnen Siegel steckt, und inwieweit der Verbraucher wirklich bei seiner Kaufentscheidung davon unterstützt wird, zeigen ein Onlineportal sowie eine neue App.

Laut Aussagen von Experten sind Hunderte verschiedene Labels und Gütezeichen hierzulande auf den Waren und Produkten zu finden. Eigentlich sollten die Siegel dem Verbraucher als schnelle Wegweiser durch das vielfältige Warenangebot die Kaufentscheidung erleichtern. Denn wer Wert auf biologisch angebaute, nachhaltig hergestellte, energiesparende und/oder auch fair gehandelte Waren legt, kann anhand einer entsprechenden Labelkennzeichnung schnell feststellen, auf welches Produkt die gewünschten Eigenschaften zutreffen.

Allerdings weichen je nach Siegel die Kriterien, wann ein Produkt beispielweise als fair gehandelt oder biologisch hergestellt bezeichnet wird, stark voneinander ab. Die Verbraucher Initiative e.V. bietet hierzu seit Längerem den Verbrauchern die kostenlose Möglichkeit, im Webportal http://label-online.de/ nachzulesen, was sich hinter den einzelnen Labels, Prüf- und Gütesiegeln tatsächlich verbirgt und wie zuverlässig sie sind. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

Mobile Auskunft über empfehlenswerte Labels

Neben einer Auflistung über die Produktarten, die mit dem jeweiligen Label ausgezeichnet werden können, sind auf der Webseite auch Auskünfte über die Anforderungen, die für die Labelvergabe geprüft werden, und der Name des Zertifizierers, der das Label vergibt, zu finden. Zudem gibt es eine Bewertung der Labels hinsichtlich Anspruch, Unabhängigkeit, Kontrolle und Transparenz.

Damit der Verbraucher auch direkt beim Einkauf die entsprechenden Informationen zur Hand hat, gibt es neben dem Webportal seit Kurzem eine Label-App. Sie erlaubt nun auch mobil den Zugriff auf die Label-Datenbank mit den entsprechenden Bewertungen des genannten Webportals. Die Label-App kann für Smartphones mit Android- und iOS-Betriebssystemen kostenlos unter dem Stichwort „Label-online“ in den bekannten App-Stores heruntergeladen werden.

Strenge Richtlinien für Versicherungsprodukte

Übrigens unterliegen auch Versicherungsprodukte und die Versicherungs-Vermittlung strengen und umfangreichen Richtlinien hinsichtlich des Verbraucherschutzes. Die Einhaltung kontrolliert unter anderem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin). Im Übrigen können sich Bürger auch bei der Bafin über ihre Versicherung beschweren, wenn sie beispielsweise trotz Nachfrage keine Einigung über eine Vertrags- oder Schadenangelegenheit erzielen könnten.

Eine weitere außergerichtliche Beschwerdestelle ist der Versicherungsombudsmann. Dass die Versicherungskunden insgesamt zufrieden sind, zeigt die aktuelle Beschwerdestatistik der Bafin. Zu den insgesamt rund 460 Millionen bestehenden Versicherungsverträgen gingen bei der Bafin letztes Jahr nur circa 8.800 Beschwerden ein, das sind nicht einmal 0,0019 Prozent.

Weitere News zum Thema

  • Die doppelte Haushaltsführung und die Steuer

    [] (verpd) Kosten für eine beruflich veranlasste notwendige Einrichtung einer Zweitwohnung können dem Finanzamt gegenüber in voller Höhe steuermindernd geltend gemacht werden. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 13 K 1216/16 E). mehr

  • Steuervorteile für heimischen Schreibtisch-Arbeitsplatz

    [] (verpd) Ob ein Selbstständiger, dem in seinen Betriebsräumen ein Schreibtisch-Arbeitsplatz zur Verfügung steht, die Kosten eines häuslichen Arbeitsplatzes steuermindernd geltend machen kann, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Das geht aus einem jüngst veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs hervor (Az. III R 9/16). mehr

  • Aus Preisschaukelei bei eBay folgt Schadensersatz

    [] Ein Verkäufer hatte bei eBay einen gebrauchten Pkw zum Startgebot von einem Euro angeboten. Ein Kaufinteressent bot auf niedrigem Niveau mit. Zwischenzeitlich betrug sein Höchstgebot 1,50 Euro. Der Verkäufer griff daraufhin in die Auktion ein und gab über einen Zweitaccount eigene Angebote ab, um den Preis für den VW Golf 6 in die Höhe zu treiben. Er überbot den Interessenten immer wieder und gab schließlich ein letztes Höchstgebot von 17.000 Euro ab. mehr

  • Wohnen ist der größte Kostenfaktor bei Privathaushalten

    [] (verpd) Eine vor Kurzem veröffentlichte Statistik ging der Frage nach, wieviel Einnahmen und Ausgaben ein privater Haushalt hat. Es zeigt sich, dass im Durchschnitt die monatlichen Ausgaben für Wohnen im Vergleich zu jedem anderen Posten bei den privaten Konsumausgaben deutlich höher sind. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.