Ältere Arbeitnehmer dürfen mehr Urlaub bekommen als jüngere

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Trotz des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) darf es Unterschiede bei der Gewährung von Urlaubstagen geben. Doch sie müssen in einem engen Rahmen bleiben.

Wer älter wird, benötigt mehr Erholungspausen als jüngere Menschen. Dieser biologischen Tatsache dürfen Arbeitgeber Rechnung tragen, indem sie ihren Arbeitnehmern ab dem 58. Lebensjahr zwei Tage Urlaub zusätzlich einräumen. In der Schuhfabrik Birkenstock sahen jüngere Kollegen darin eine unzulässige Altersdiskriminierung und klagten vor dem Bundesarbeitsgericht.

Die Bundesrichter führten jedoch aus, dass das AGG "angemessene und erforderliche" Maßnahmen erlaube, "um die berufliche Eingliederung von Jugendlichen, älteren Beschäftigten und Personen mit Fürgesorgepflichten zu fördern" (Az. 9 AZR 956/12).

In einem anderen Fall hatte das Bundesarbeitsgericht vor zwei Jahren eine Staffelung des Urlaubsanspruch als ungerechtfertigte Diskriminierung wegen des Alters verworfen (Az. 9 AZR 529/10). Damals ging es um einen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, der 26 Urlaubstage für Mitarbeiter bis zum 30. Lebensjahr vorsah, danach 29 Tage und ab dem 40. Lebensjahr 30.

Rechtlich unbedenklich sei dagegen eine Staffelung nach Dauer der Betriebsgehörigkeit.

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