Achtung! Erpresser im Internet

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Die Polizei Niedersachsen warnt vor Erpressern im Internet. Sie haben es auf Computerbesitzer abgesehen, die Waren im Internet verkaufen wollen. Wer auf den Trick der Betrüger hereinfällt, handelt sich eine Menge Ärger ein.

Erpressung sei im Internet ein alter Hut, schreibt das "Versicherungsjournal" am 7.10.2014. Meist gehe es darum, dass mithilfe eines PC-Schädlings der Rechner der Opfer gesperrt werde und erst nach Zahlung eines bestimmten Betrags wieder funktioniere.

Kopie des Personalausweises

Neu hingegen sei eine Masche, vor welcher die Polizei Niedersachsen warnt. Demnach würden Computernutzer, die etwas auf einer Online-Verkaufsplattform feilbieten, von einem vorgeblichen Käufer darum gebeten, ihm vor Abwicklung des Geschäfts aus Sicherheitsgründen eine Kopie des Personalausweises sowie die Bankdaten zu übermitteln.

Sobald der nichts Böses ahnende Verkäufer der Bitte nachgekommen sei und dem vermeintlichen Käufer unter anderem eine eingescannte Kopie seines Ausweises überlassen habe, geschehe zunächst einmal nichts. Es erfolge weder eine Kontaktaufnahme noch werde das Geld für die Ware überwiesen.

Einige Tage später erlebe der Käufer jedoch eine böse Überraschung. Er erhalte nämlich einen Erpresserbrief, in welchem er dazu aufgefordert werde, dem Absender mithilfe eines anonymen Zahlungsdiensts einen Betrag von mehreren hundert Euro zukommen zu lassen.

Anzeige erstatten

Würde dieses nicht innerhalb kurzer Zeit erfolgen, werde man die Ausweiskopie sowie die Bankdaten unter anderem dazu nutzen, illegal Waren einzukaufen, Handy-Verträge abzuschließen oder das Konto des Opfers zu sperren zu lassen.

Wer der Aufforderung nicht folge, erhalte nach Fristablauf einer Erinnerung mit einer letzten Frist. Doch dadurch solle man sich nicht beeindrucken lassen. Die niedersächsische Polizei rate vielmehr dazu, in derartigen Fällen unverzüglich Anzeige zu erstatten und keinesfalls zu zahlen.

Computerdaten, die möglicherweise Hinweise auf den oder die Täter geben könnten, sollten aus Beweissicherungsgründen nicht gelöscht und den Ermittlungsbehörden übergeben werden.

Die Polizei warne im Übrigen eindringlich davor, Unbekannten persönliche Daten, wie zum Beispiel eine Kopie des Personalausweises zu überlassen, denn das berge grundsätzlich die Gefahr des Missbrauchs.

Quelle: Versicherungsjournal vom 7.10.2014

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