Abgebrochene Auto-Versteigerung im Internet: eBay-Anbieter muss Schadenersatz zahlen

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Wer sein Auto bei eBay in einer Auktion anbietet, muss das Fahrzeug auch dort verkaufen.

Der Anbieter darf die Auktion nicht vorzeitig beenden und das Fahrzeug anderweitig verkaufen – ansonsten hat der Bieter Recht auf Schadensersatz in Höhe des Sachwerts. So entschied der Bundesgerichtshof (BGH) im Streit über ein zurückgezogenes Auto-Angebot auf der Online-Auktionsplattform eBay.

Der Besitzer eines VW Passat hatte es sich während der schon laufenden Versteigerung plötzlich anders überlegt und wollte seinen Wagen nicht mehr verkaufen. Er hatte für das Fahrzeug zunächst ein Mindestgebot von einem Euro festgelegt. Einige Stunden später zog der Verkäufer sein Internetangebot zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch der Kläger bei der Versteigerung bereits einen Euro auf den Pkw geboten und als Preisobergrenze 555,55 € eingegeben. Das bis dahin höchste Gebot.

Per E-Mail teilte der Verkäufer dem Bieter mit, er habe außerhalb der Auktion einen Käufer gefunden, der bereit sei, für den Wagen 4.200,00 € zu zahlen.

Der Bieter klagte daraufhin auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung des nach seiner Ansicht geschlossenen Kaufvertrags von einem Euro. Der Wert des Wagens wurde auf 5.250,00 € beziffert. Diese Summe muss der eBay-Verkäufer nun an den potenziellen Käufer als Schadensersatz zahlen, abzüglich des gebotenen Euros (Az. VIII ZR 42/14).

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