Wie das Wohnen im Alter finanziert werden kann

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Am liebsten zu Hause möchten die meisten im Alter leben. Oftmals ist dazu freilich eine altersgerechte Anpassung der Wohnung oder des Eigenheims nötig, beispielsweise durch Einbau eines Treppen- oder Badewannenlifts und durch die rollstuhlgeeignete Verbreiterung von Türen. Doch wer kommt für die Kosten auf?

Wenn die Rente dafür nicht reicht und keine Angehörigen einspringen können, finanziert die Pflegekasse einen Teil dieses Umbaus oder übernimmt die Kosten für Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern. Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit zahlt die Pflegekasse bis zu 2.557 Euro Zuschuss für eine Wohnungsanpassung, und das sogar zweimal, wenn sich der Pflegebedarf im Laufe der Zeit ändert. Menschen mit Behinderung erhalten vom Sozialamt Zuschüsse oder ein zinsloses Darlehen (Eingliederungsbeihilfe).

Doch nicht immer ist ein Umbau der gewohnten Umgebung möglich und der Umzug in eine Altenwohnanlage oder ein Pflegeheim unumgänglich. Dann können Rente und Ersparnisse rasch knapp werden. Die Pflegeversicherung bezuschusst die Pflegekosten je nach Pflegestufe mit bis zu  1.432 Euro im Monat (Pflegestufe III). Unterbringung und Verpflegung schlagen zusätzlich mit 450 bis  900 Euro monatlich zu Buche. Diese Kosten übernimmt die Pflegeversicherung nicht. Wenn die Rente dafür nicht reicht, übernimmt das Sozialamt den Rest.

Keine Scheu vor dem Sozialamt, denn der Unterhaltsrückgriff auf die Kinder ist begrenzt und bezieht sich lediglich auf einen Teil deren laufender Einkünfte, nicht auf deren Vermögen, wie beispielsweise ein selbst genutztes Eigenheim. Der angemessene Selbsthalt des Unterhaltspflichtigen aus seinen laufenden Einkünften liegt derzeit bei monatlich 1.400 Euro. Das Schonvermögen für die eigene Altersvorsorge liegt bei 5 % des Bruttogehalts während des gesamten Erwerbslebens. Das hat der Bundesgerichtshof bestätigt (Az. XII ZR 98/04).

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