Welche Notfallnummern immer dabei sein sollten

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(verpd) In manchen Notsituationen wie bei einem Unfall mit Verletzten, einer plötzlich auftretenden, lebensbedrohlichen Erkrankung oder wenn man Opfer eines Verbrechens wird, ist es wichtig, dass möglichst schnell Hilfe kommt. Dazu gibt es mittlerweile Deutschland- und EU-einheitliche Notrufnummern, aber auch Apps. Nicht nur wer auf Reisen geht, sollte daher diese Telefonnummern und Anwendungen grundsätzlich auf seinem Mobiltelefon mit sich führen.

Die 112 ist die wichtigste Notrufnummer, die EU-weit gilt und sowohl vom Mobiltelefon als auch aus dem Festnetz kostenfrei funktioniert, um Hilfe zu holen. Sie kann in allen Situationen, in denen ein Notarzt, die Feuerwehr oder auch die Polizei dringend benötigt werden, angerufen werden. In Deutschland ist die Polizei in Notfällen auch unter der Notrufnummer 110 zu erreichen. Wer zu Hause dringend ärztliche Hilfe benötigt, kann sich an die deutschlandweit einheitliche Rufnummer 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wenden.

Damit können niedergelassene Ärzte gerufen werden, um Patienten in dringenden medizinischen Fällen auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten ambulant zu behandeln, also auch nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen. Bei lebensbedrohlichen Situationen, wie bei einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, bei Atmungsstörungen, erheblichen Verletzungen, Vergiftungen, Stromunfällen und/oder schweren Schmerzzuständen sollte grundsätzlich jedoch die 112 angerufen werden.

Für Reisende und Eltern

Für Eltern und Kinder kann die EU-weite einheitliche Notrufnummer 116 000 für vermisste Kinder wichtig sein. Hier können Eltern anrufen, deren Kind plötzlich verschwunden ist, aber auch Kinder, die sich verlaufen haben. Die Notrufnummer ist kostenlos rund um die Uhr zu erreichen.

Bei Auslandsreisen empfiehlt sich zudem das Mitführen der Kontaktnummer zur jeweiligen deutschen Auslandsvertretung, welche auf der Website des Auswärtigen Amtes zu finden ist. An diese kann man sich wenden, wenn einem der Pass und/oder das Geld gestohlen oder man Opfer eines Verbrechens wurde. Für dringende Notfälle gibt es vom Auswärtigen Amt eine 24-Stunden-Hotline unter +4930 18170.

Zahlreiche Versicherer bieten für ihre Kunden Hotlinenummern, die rund um die Uhr erreichbar sind, und Service-Apps für Notfälle an, um den Versicherten im Ernstfall schnell zu helfen. Besonders die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten bezüglich einer bestehenden Auslandsreisekranken- und/oder Reiseabbruch-Versicherung, Autoversicherung, Rechtsschutz-Police und einem bestehenden Kfz-Schutzbrief empfiehlt es sich, auf Reisen dabeizuhaben.

Bei Kfz-Unfällen und -Pannen

Nach einem Unfall oder einer Panne hilft zudem die einheitliche Notfallnummer der Kfz-Versicherer 0800 6683 663 – oder als Buchstabenwahl 0800 NOTFON D – als mobile Notrufsäule weiter, um schnell einen Pannendienst, einen Abschleppwagen oder ein Ersatzfahrzeug anzufordern. Diese Servicenummer ist gebührenfrei und rund um die Uhr erreichbar. Eine Pannenhilfe lässt sich auch per kostenlose App mit dem Smartphone – für Geräte der Marke Apple ist das die App Pakoo im Appstore und für das Android-Betriebssystem die App Pannenhilfe im Android Market – anfordern.

Übrigens: Ein bestehender Schutzbrief, der meist optional in der Kfz-Versicherung mitversichert werden kann oder als Einzelpolice angeboten wird, übernimmt je nach Vereinbarung nicht nur die Kosten für eine Pannenhilfe und/oder einen Abschleppwagen.

Hilfe beim Unfall im Ausland oder wenn das gegnerische Kfz nicht in Deutschland zugelassen ist, bietet der von der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG betriebene Zentralruf der Autoversicherer unter der Hotline 0800 250 2600 für Inlands- und unter +4940 300 330 300 für Auslandsanrufe an. Hier kann die zuständige Kfz-Versicherung eines in- oder ausländischen Unfallverursachers für die Schadenabwicklung erfragt werden.

Wenn die Geldkarte und/oder das Smartphone weg ist

Hat man den Verdacht, dass einem die Geldkarte beziehungsweise Kreditkarte gestohlen wurde, muss man schnell handeln, damit Diebe keinen Zugang zum Konto bekommen. Eine Sperrung fast aller dieser Karten sowie eines neuen Personalausweises mit elektronischer Identitätsfunktion ist mit der Sperrnotrufnummer – in Deutschland gebührenfrei unter 116 116 und aus dem Ausland gebührenpflichtig unter +49 116 116 oder unter +4930 4050 4050 – möglich.

Unter www.sperr-notruf.de können alle sperrbaren Karten abgerufen werden. Vereinzelte Institute wie die Postbank (Sperrnotrufnummer 0228 5500 5500) sind nicht am Sperrnotruf angeschlossen. Doch auch hier gibt es in der Regel Sperrnotrufnummern, die bei den jeweiligen Instituten erfragt werden können. Ausführliche Informationen zum Thema Kartensicherheit finden sich unter www.kartensicherheit.de.

Zudem sollten man die Sperrnotrufnummer des jeweiligen Mobilfunkanbieters – am besten in Papierform – mit sich führen, sollte einem das Handy mitsamt der Mobilfunkkarte (SIM-Karte) abhandenkommen. Die entsprechenden Sperrnummern lassen sich beim jeweiligen Mobilfunk-Vertragspartner erfragen.

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