Andere Länder, andere Verkehrsregeln

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(verpd) Jedes Land hat seine eigenen Gesetze und Richtlinien für den Straßenverkehr. Dies sollten Urlauber beachten, um Schwierigkeiten und/oder ein hohes Bußgeld zu vermeiden. So gibt es beispielsweise in vielen Ländern diverse Pflichten für Autofahrer, die in Deutschland nicht bekannt sind.

Nicht nur dass im Ausland die erlaubten Höchstgeschwindigkeiten und die Regelungen bezüglich des erlaubten Alkoholgenusses als Kfz-Fahrer von den deutschen Regelungen teils erheblich abweichen, in vielen Ländern gibt es zudem Verkehrsvorschriften, die hierzulande völlig unbekannt sind. So müssen beispielsweise in Kroatien, Serbien und in Tschechien Ersatzglühlampen für den Pkw mitgenommen werden. In Bosnien-Herzegowina sollte zudem ein Abschleppseil im Auto vorhanden sein.

Wer einen Benzinkanister im Wagen hat, sollte diesen bei der Fahrt nach Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Rumänien und Ungarn zu Hause lassen. Denn in diesen Ländern darf kein Reservekanister ein- oder mitgeführt werden. Auch auf vielen Autofähren darf kein Reservebenzin im Pkw mitgeführt werden.

Vom Verbandskasten, über Lichtpflicht bis zum Alkoholtestset

Grundsätzlich ist es für Autofahrer sinnvoll, Warnwesten, einen Verbandskasten sowie ein Warndreieck dabeizuhaben. Eine Mitführpflicht für Verbandskasten und Warndreieck besteht für fast alle europäischen Länder. Auch das Tragen einer Warnweste bei einer Panne oder einem Unfall ist in vielen Ländern wie in Belgien, Italien, Kroatien, Österreich, Frankreich, Norwegen, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Slowenien, Serbien, Schweiz, Spanien, Ungarn und Tschechien Pflicht. Zur Sicherheit empfiehlt es sich, für jeden Autoinsassen eine Warnweste im Fahrzeug mitzunehmen.

In Belgien, Bulgarien, Dänemark, Griechenland und Großbritannien muss zusätzlich noch ein Feuerlöscher im Pkw vorhanden sein. Übrigens: Ab 1.7.2012 ist in Frankreich die Mitnahme eines Alkoholtests in Pkws Pflicht. Jeder Fahrer muss ein unbenutztes Alkoholtestset im Fahrzeug mitführen. Die entsprechenden Einwegsets gibt es in Frankreich in Supermärkten, Apotheken und bei Tankstellen für rund zwei bis fünf Euro.

Beachtet werden sollte außerdem, dass in einigen Ländern eine sogenannte Lichtpflicht besteht, das heißt, hier darf nur mit Licht gefahren werden. Dies gilt beispielsweise auf allen Straßen in Bosnien-Herzegowina, Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Mazedonien, Norwegen, Polen, Schweden, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und in Kroatien von Oktober bis März. Auf Autobahnen sowie außerorts besteht Lichtpflicht in Italien, Rumänien, Russland und Ungarn.

Was, wenn die Verkehrsregeln missachtet wurden

Auch Strafzettel aus dem Ausland sollten bezahlt werden, denn mittlerweile werden ausländische Bußgelder von deutschen Behörden eingetrieben. Grundsätzlich sollte man sich daher vor Urlaubsantritt genau über die im Ferienland geltenden Verkehrsregeln informieren. Einen guten Überblick bietet beispielsweise die Länderdatenbank des österreichischen Automobilklubs ÖAMTC.

Wer zu Unrecht beschuldigt wird, eine Verkehrsvorschrift übertreten zu haben, kann sich nicht nur im In-, sondern auch im Ausland dagegen wehren. In fremden Ländern ist es jedoch sinnvoll, vor Ort einen deutschsprachigen Anwalt mit der Wahrung seiner Interessen beauftragen zu können.

Mit einer Verkehrsrechtsschutz-Versicherung werden neben den Gerichts- und normalen Anwaltskosten auch diese Ausgaben übernommen, wenn der Versicherer eine Deckungszusage erteilt hat. Die Versicherung hilft unter anderem auch, wenn ein Gericht vom Versicherten eine Kaution verlangt, damit ihm beispielsweise nach einem Unfall mit unklaren Schuldverhältnissen eine Untersuchungshaft im Ausland erspart bleibt.

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