Zufriedenheit bei privat Krankenversicherten bleibt hoch

 - 

(verpd) Privat Krankenversicherte haben nur wenig an ihrem Krankenversicherer auszusetzen. Diesen Schluss lässt die im letzten Jahr, aber auch die in den Vorjahren geringe Anzahl an Beschwerden beim Ombudsmann der privaten Kranken- und Pflegeversicherung im Vergleich zur Anzahl aller bestehenden Kranken- und Pflegeversicherungs-Policen zu.

Versicherungskunden mit einer privaten Kranken- oder Pflegeversicherung (PKV), die beispielsweise mit der Vertragsverwaltung oder Leistungsregulierung ihres Versicherers nicht zufrieden sind, können sich an den Ombudsmann für die Private Kranken- und Pflegeversicherung wenden. Diese neutrale Schiedsstelle legt im Streitfall einen Einigungsvorschlag vor, der von den Versicherern in der Regel angenommen wird. Für den Verbraucher ist diese Art der Schlichtung gebührenfrei, das heißt, er trägt bei der Streitschlichtung durch den PKV-Ombudsmann kein Kostenrisiko.

Laut Experten sollten sich Versicherte bei Ärger mit dem privaten Krankenversicherer oder seinem Vermittler zuerst an den Versicherer und danach an den Ombudsmann  wenden, bevor ein Gericht eingeschaltet wird. Denn nur dann darf der PKV-Ombudsmann tätig werden. Jedes Jahr veröffentlicht der PKV-Ombudsmann einen Tätigkeitsbericht, der unter anderem auflistet, wie viele Beschwerden eingegangen sind.

Aktuelle Tipps zum flexiblen Renteneintritt geben Experten in unserem Ratgeber Die Flexi-Rente: Neue Chancen für Rentenversicherte und Rentner.

Geringes Beschwerdeaufkommen

Wie aus dem jüngsten Tätigkeitsbericht hervorgeht, wurden von Versicherungskunden letztes Jahr 6.084 Anträge auf Schlichtung beim PKV-Ombudsmann eingereicht. Davon wurden 1.507 nicht zur Bearbeitung angenommen, unter anderem weil der PKV-Ombudsmann dafür nicht zuständig war – dies ist beispielsweise bei Angelegenheiten der Fall, die die gesetzliche Kranken- oder Pflegeversicherung betreffen. Ein anderer Grund, warum eine Beschwerde nicht angenommen wird, ist, wenn der Versicherungskunde sein Anliegen vorher nicht dem Versicherer mitteilt.

Insgesamt waren es im Jahr 2016 4.578 zulässige Beschwerden. Im Vergleich der Anzahl der zugelassenen Beschwerden zur Gesamtzahl der circa 43 Millionen bestehenden privaten Kranken- und Pflegeversicherungs-Policen ergibt sich eine Beschwerdequote von nur 0,01 Prozent. Das ist etwa die gleiche Höhe wie in den letzten fünf Jahren.

Laut dem Tätigkeitsbericht des PKV-Ombudsmann konnten 2016 3.718 Beschwerden abgeschlossen werden. In jedem vierten Fall konnte die Schiedsstelle dem Antragsteller ganz oder teilweise weiterhelfen. Durchschnittlich wurde ein Schlichtungsverfahren in rund 14 Wochen nach Eingang der Beschwerde beim Ombudsmann abgeschlossen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Experten in unserem Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Weitere News zum Thema

  • Unzufrieden als Kunde: Schlichtung statt Gerichtsstreit

    [] (verpd) Wer sich als Kunde über einen Vertragspartner ärgert und mit ihn keine Einigung im Streitfall erreicht, kann versuchen, sein Recht mithilfe eines Rechtsanwaltes und einer Gerichtsklage durchzusetzen. Doch die Anwalts- und Gerichtskosten sind oftmals hoch. Alternativ gibt es seit einiger Zeit Schlichtungsstellen, die eine kostenlose und unbürokratische Hilfe für Verbraucher bieten, um Konflikte mit Händler oder Dienstleister zu regeln. mehr

  • Bei Differenzen mit dem Versicherer

    [] (verpd) Wer als Versicherungskunde mit einer Schadenregulierung oder Vertragsentscheidung seines Versicherers nicht einverstanden ist, könnte beispielsweise seine Forderungen mithilfe einer Gerichtsklage geltend machen. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass man die anfallenden Prozesskosten selbst zahlen muss und es sehr lange dauert, bis eine Gerichtsentscheidung getroffen wird. Alternativ dazu gibt es die kostenlose Möglichkeit, sich an einen brancheninternen und neutralen Streitschlichter zu wenden. mehr

  • Für eine friedliche Streitbeilegung

    [] (verpd) Wird ein Streit vor Gericht ausgetragen, bleibt in der Regel das Verhältnis zum Streitpartner dauerhaft zerrüttet. Wer dies vermeiden möchte, kann eine Konfliktlösung mittels Mediation versuchen, was insbesondere bei Familien- oder Nachbarstreitigkeiten oder auch bei Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber ein nicht zu vernachlässigender Vorteil ist. Zahlreiche Rechtsschutz-Versicherer unterstützen ihre Kunden auch bei dieser Art der Streitbewältigung. mehr

  • Hohe Kundenzufriedenheit im Versicherungsbereich

    [] (verpd) Im Vergleich zum gesamten Versicherungsbestand in Deutschland ist die eingegangene Anzahl an Kundenbeschwerden an die zuständige Schlichterstelle marginal. Das belegt der aktuelle Jahresbericht, den der Versicherungsombudsmann – die neutrale Streitschlichterstelle für Versicherungs-Angelegenheiten –, vor Kurzem veröffentlicht hat. mehr

  • Die Vorteile einer Schlichtung bei Vertragsstreitigkeiten

    [] (verpd) Gerichtsstreitigkeiten kosten den Beteiligten nicht selten viel Geld und Nerven. Unter anderem möchte die Bundesregierung mit bestehenden Regelungen und dem neuen Verbraucherstreit-Beilegungsgesetz, das seit 1.4.2016 gilt, den Verbrauchern einen alternativen und kostengünstigeren Rechtsweg anbieten, um ihr Recht einzufordern. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.