Weiterhin hohe Zufriedenheit bei Versicherungskunden

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Das Beschwerdeaufkommen beim Versicherungsombudsmann ist im vergangenen Jahr um gut drei Prozent gesunken, wie erste vorliegende Zahlen zeigen. Im Vergleich zum millionenfachen Versicherungsbestand ist die Beschwerdezahl zudem marginal.

Im Jahr 2011 gingen beim Versicherungsombudsmann nur knapp 17.700 Beschwerden ein – und das bei über 410 Millionen Kfz-, Rechtsschutz-, Haftpflicht-, Lebens- und sonstigen Sach-Versicherungsverträgen, die es in Deutschland gibt. Im letzten Jahr gab es im Vergleich zu 2010 somit 3,4 Prozent weniger Beschwerden.

Hohe Zufriedenheit auch mit den Vermittlern

Das höchste Beschwerdeaufkommen wurde im Jahr 2008 mit rund 18.840 Fällen verzeichnet. Zu dieser Zeit wurde das Versicherungsvertrags-Gesetz reformiert. Unter anderem traten hier neue Änderungen beim Widerruf eines Versicherungsvertrages und neue Informationspflichten für Vermittler und Versicherer in Kraft.

Die Beschwerden beim Versicherungsombudsmann, die sich gegen Versicherungsvermittler richteten, haben sich im vergangenen Jahr auf niedrigem Niveau stabilisiert, betont der Ombudsmann-Geschäftsführer Dr. Horst Hiort. 2011 seien es um die 450 Fälle gewesen. Im Jahr 2010 waren 455 Beschwerden gegen Vermittler eingegangen. Insgesamt sind allerdings über 527.000 Versicherungsvermittler und -makler in Deutschland tätig.

Ombudsmann

Sind private Versicherungskunden zum Beispiel mit der Schadenregulierung ihres Versicherers nicht zufrieden oder wollen sie sich gegen eine nicht akzeptierte Kündigung wehren, können sie sich kostenlos an die Versicherungs-Ombudsleute als Schlichter wenden.

Für die Kunden der privaten Krankenversicherer ist der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung zuständig, für alle anderen Policen der Versicherungs-Ombudsmann e.V. Nicht zuständig sind die Ombudsleute für Anspruchsteller, zum Beispiel die Opfer von Verkehrsunfällen, die mit der Entschädigung des gegnerischen Haftpflichtversicherers nicht zufrieden sind.

Im Konfliktfall legt der Ombudsmann einen Einigungsvorschlag vor, der von den Versicherern in der Regel angenommen wird. Diese Schlichtung ist für den Verbraucher gebührenfrei. Es entsteht auch kein Prozesskostenrisiko. Fachleute raten, sich zuerst an den Ombudsmann zu wenden, bevor die Versicherungsaufsicht oder ein Gericht eingeschaltet werden. Denn nur dann darf der Ombudsmann tätig werden.

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