Ombudsmann: Hilfe bei Problemen mit dem Energieanbieter

Insbesondere bei der Höhe von Bonus- und Abschlagszahlungen, aber auch beim Wechsel zu einem anderen Anbieter kommt es zwischen Stromversorger und Kunden immer wieder zu Konflikten. Eine neue Schlichtungsstelle soll nun dem Verbraucher in einem solchen Fall unbürokratisch und kostenlos weiterhelfen.

Seit dem 1.11.2011 hat die neue Schlichtungsstelle Energie e.V. ihre Arbeit aufgenommen. Sie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz anerkannt.

Wenn ein Kunde erfolglos versucht hat, sich bei einer Auseinandersetzung mit seinem Energieanbieter gütlich zu einigen, kann er sich unmittelbar an die Schlichtungsstelle wenden. Das Verfahren ist für ihn dabei kostenfrei. In der Regel sollen die Schlichtungsverfahren nicht länger als drei Monaten dauern.

Ohne Kostenrisiko zu seinem Recht

Die Neutralität der Schlichtungsstelle wird durch einen unabhängigen Ombudsmann gewährleistet. Diese Stellung hat derzeit Herr Dr. Dieter Wolst, ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof, inne. Träger der neuen Schlichtungsstelle sind der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., der Verband kommunaler Unternehmen und der Bundesverband neuer Energieanbieter.

Sollten Kunden und Unternehmen sich trotz eines Schlichtungsverfahrens nicht einigen können, besteht, wie bisher auch, weiterhin die Möglichkeit einer gerichtlichen Klärung. Da Gerichtsverfahren in der Regel nicht nur langwierig, sondern unter Umständen für den Verbraucher auch teuer sind, empfiehlt sich grundsätzlich die Absicherung durch eine Rechtsschutz-Versicherung.

Diese übernimmt bei positiven Erfolgsaussichten die Kosten und Gebühren für ein Gerichtsverfahren entsprechend dem vereinbarten Versicherungsumfang. Eine kombinierte Verkehrs-, Privat- und Berufsrechtsschutz-Police deckt beispielsweise Streitigkeiten mit dem Energieversorger, mit der Kfz-Werkstatt, einem Unfallgegner oder auch mit dem Arbeitgeber ab.

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