Was sich für Bankkunden im neuen Jahr geändert hat

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Zum Jahreswechsel mussten sich Bankkunden auf einige Änderungen einstellen. Diese betreffen u.a. die Freistellungsaufträge und den gesetzlichen Einlagenschutz. Zudem werden die von den Nutzern von Bankautomaten geforderten Abhebungsgebühren transparenter.

Sparer dürfen ihre Freistellungsaufträge seit dem 1.1.2011 nur noch unter Angabe ihrer Steuer-Identifikationsnummer erteilen oder ändern. Damit soll dem Fiskus die Kontrolle erleichtert werden, dass Anleger mit mehreren Bankverbindungen nicht den zulässigen Höchstbetrag von 801 Euro pro Person überschreiten. Für Ehegatten gelten entsprechend 1.602 Euro. Bereits bestehende Freistellungsaufträge bleiben aber weiterhin gültig.

Einlagenschutz

Verdoppelt wird zum 1.1.2011 der gesetzliche Einlagenschutz für Kundenguthaben bei Kreditinstituten in Deutschland. Bisher sind nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz Kundeneinlagen bis zu 50.000 Euro pro Person grundsätzlich voll geschützt. Künftig werden es 100.000 Euro sein. Fast alle Kreditinstitute sichern die Guthaben freilich über diesen gesetzlichen Mindestrahmen hinaus ab, indem sie sich freiwilligen Sicherungseinrichtungen anschließen.

Giro-Card

Seit dem 1.1.2011 müssen alle 93 Millionen Giro-Cards (ehemals ec-Karten) mit einem Chip ausgestattet sein. Europaweit gilt dann ein einheitliches technisches System, welches die höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllt. Der Chip ermöglicht europaweit die Kartenechtheitsprüfung an Geldautomaten und Terminals. Missbrauch wird deutlich erschwert, da die Daten auf dem Chip fälschungs- und kopiersicher gespeichert sind. Beim Bezahlen an den Kassen des Handels in Verbindung mit der Geheimzahl (PIN) ändert sich für den Karteninhaber grundsätzlich nichts, allerdings wird künftig nicht mehr der auf der Karte befindliche Magnetstreifen verwendet, sondern Zugriff auf den Chip genommen.

Der Magnetstreifen bleibt lediglich deshalb auf der Karte, damit der Verbraucher in Übersee (z.B. in den USA) Geld abheben oder bargeldlos bezahlen kann. Mit dem Chip erhalten die meisten Kunden außerdem die Geldkartenanwendung, eine Art vorher bezahlter elektronische Geldbörse, die z.B. im öffentlichen Nahverkehr für den Kauf von Fahrkarten und in zahlreichen Parkhäusern sowie an Zigaretten- und Briefmarkenautomaten benutzt werden kann.

Abhebungskosten

Seit dem 15.1.2011 erfahren Bankkunden direkt am Geldautomaten, wie viel sie ihre Abhebung kostet. Dabei wird die Höhe des jeweiligen Entgelts auf dem Bildschirm oder einem Aufkleber angezeigt. Der Kunde kann nach Kenntnisnahme mit der Transaktion fortfahren oder den Vorgang kostenlos abbrechen. Innerhalb eines Zusammenschlusses von Banken (wie z.B. der Cash Group und dem Cashpool) oder am Automaten der kartenausgebenden Bank kann meist kostenfrei abgehoben werden.

Die privaten Banken in Deutschland haben sich darauf verständigt, den Preis einer Automaten-Abhebung für alle Kunden von anderen Banken, Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken auf maximal 1,95 Euro zu begrenzen. Nach den Recherchen eines Verbraucherportals betrugen die Abhebungsgebühren für Nichtkunden bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken Mitte Januar im Schnitt 4,44 Euro, bei den Volks- und Raiffeisenbanken 2,93 Euro. Ende 2010 lagen die Preise für Fremdabhebungen im Durchschnitt bei knapp 6 Euro.

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