Vorsicht am Geldautomaten: Wie Sie ec-Karten-Betrug vorbeugen

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Erschweren Sie Gaunern den Zugriff auf Ihr Bankkonto. Fallen Sie nicht auf Automaten-Attrappen herein. Vorsicht ist allzeit angebracht.

Spionage an Geldautomaten nimmt zu. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 459 Geldautomaten von Trickbetrügern manipuliert. Laut Bundeskriminalamt ist das eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2006. Der Schaden betrug in den fast 70000 Fällen rund 21 Mio. Euro.

Der Betrug am Geldautomaten nennt sich "Skimming" ("abschöpfen"). Dabei setzen die Betrüger Geräte ein, die oft von so hoher Qualität sind, dass Kunden kaum eine Chance haben, diese zu entdecken. Früher wurden ein Vorsatzgerät vor den Kartenschlitz montiert und eine Kamera versteckt. Das war recht auffällig. Heute gehen die Betrüger raffinierter vor. Oft wird am Geldautomaten eine komplette Attrappe der Automatenvorderseite befestigt. Schiebt ein Kunde nun seine Karte in diese Attrappe, werden seine Kontodaten inklusive PIN ausgelesen und gespeichert. Mit den ausgespähten Daten werden dann Kartenrohlinge erstellt, mit denen die Betrüger Geld abholen können - so lange, bis der Dispo-Kredit ausgeschöpft ist.

Ebenfalls ein beliebter Trick: die Manipulation von Türöffnern der Banken. Dazu werden mit einem Zusatzgerät die Kartendaten am manipulierten Türöffner ausgelesen und mit einer Kamera am Geldautomaten die Geheimzahl ausspioniert.

So vermeiden Sie Skimming
  • Geldautomaten, die außerhalb des Bankgebäudes angebracht sind, werden häufiger für Skimming-Attacken genutzt. Nutzen Sie deshalb lieber Geldautomaten, die in einer Filiale stehen.
  • Sollte es Probleme geben und Sie werden aufgefordert, Ihre Karte noch einmal einzugeben, brechen Sie den Vorgang lieber ab und geben Sie der Bank Bescheid. Dasselbe gilt, wenn die Karte beim Einschieben hakt.
  • Karteneinzugsschächte an manipulierten Geldautomaten stehen meist um mehrere Zentimeter über. Achten Sie auf solche Auffälligkeiten und heben Sie kein Geld an Automaten ab, die Ihnen ungewöhnlich vorkommen.
  • Decken Sie die Tastatur mit der Hand ab. Wischen Sie mit der Hand über die Tastatur oder berühren Sie jede Taste einmal. So verhindern Sie, dass Ihre Fingerabdrücke die PIN verraten.
  • Vorsicht bei Prospekthaltern in der Nähe der Tastatur. Hier könnte eine Kamera versteckt sein, die die PIN heimlich ausspioniert.
  • Sollten Sie im Besitz mehrerer Zahlungskarten sein, nutzen Sie den Türöffner nicht mit der Karte, mit der Sie beabsichtigen, Geld abzuheben. An der Tür müssen Sie niemals Ihre PIN eingeben.
  • Tragen Sie niemals die ec-Karte und die dazugehörige PIN zusammen in Ihrer Brieftasche. Schreiben Sie nie die Geheimnummer hinten auf die Karte.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig und in kurzen Abständen Ihren Kontostand. So bekommen Sie schnell ungewollte Abhebungen mit und können das Konto sperren lassen. Reklamieren Sie sofort, wenn Ihnen eine Abbuchung nicht plausibel erscheint.
Wenn Sie bemerken, dass unberechtigterweise Geld von Ihrem Konto abgehoben wurde, sollten Sie die Karte so schnell wie möglich sperren lassen. Gebührenfrei ist das über den Sperrnotruf 116116 möglich (gebührenpflichtig: 01805/021021; Vorwahl aus dem Ausland: 049). Zur Sicherheit erfragen Sie die Sperrnummer Ihrer Bank und speichern Sie diese in Ihrem Handy. Informieren Sie außerdem unbedingt Ihre Bank über den Diebstahl. (Quelle: Dr. Klein)

Geldtipp
Überlegen Sie, ob das Ihnen eingeräumte Tageslimit beim Überziehungskredit in dieser Höhe notwendig ist. Senken Sie ggf. den Betrag, da die Betrüger dann für hohe Beträge mehrmals auf Ihr Konto zugreifen müssen, was die Entdeckungsgefahr erhöht.

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