So schützen Sie sich vor Beerdigungstätern

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Sogenannte Beerdigungstäter nutzen Todesanzeigen in Zeitungen, um z.B. Wohnungseinbrüche und Identitätsdiebstähle zu begehen. Wir zeigen Ihnen, wie sich davor schützen können.

Todesanzeigen sind wahre Fundgruben für Betrüger. Sie geben Auskunft über Vornamen, Name, genaues Geburts- und Sterbedatum und die Anschrift. Mit diesen Daten fällt es z.B. Identitätsdieben leicht, eine falsche Bestellung mit echten Personendaten aufzugeben und die Ware an sich umzuleiten. Daher kommt es immer häufiger vor, dass Witwen Rechnungen von Erotikshops begleichen müssen, weil angeblich ihr verstorbener Ehemann dort Bestellungen getätigt haben soll. Aus Scham und in der aufgewühlten Gefühlslage zahlen viele Witwen den Betrag und gehen nicht zur Polizei.

Beschränken Sie die Angaben in der Todesanzeigen auf Vornamen und Name und auf das Geburtsjahr und Sterbejahr. Diejenigen, die Sie mit der Todesanzeige erreichen wollen, wissen auch anhand dieser rudimentären Angaben, wer der Verstorbene war.

Beispiel:

Statt:Peter Johannes Meier * 2.7.1955 Berlin + 25.3.2014 München, Hauptstraße 123 in 98765 Musterstadt; besser: Peter J. Meier 1955–2014.

Bleiben Sie trotz aller Trauer kritisch und lassen Sie sich bei Rechnungen, die an den Verstorbenen adressiert sind, die Bestellungen zeigen, bevor Sie als Erbe die Forderung begleichen. Eventuell steht Ihnen auch eine Person zur Seite, die weniger emotional beteiligt ist und daher fingierte Rechnungen kritischer hinterfragt, als Sie das in der Trauerzeit nach dem Tod können. Die Todesanzeige dient vor allem auch dazu, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und Vereinskameraden des Verstorbenen zu informieren und zur Beisetzung einzuladen.

Erhöhte Einbruchgefahr

Häufig hat man die Anschriften von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und Vereinskameraden des Verstorbenen im Chaos vor allem nach einem unerwarteten Tod nicht zur Hand. Gibt man den Beisetzungstermin und gleichzeitig die Privatanschrift für Kondolenzschreiben an, signalisiert man potenziellen Einbrechern: Am Tag der Beisetzung ist die Privatwohnung leer - die perfekte Gelegenheit für einen Einbruch.

Geben Sie als Korrespondenzadresse für Kondolenzschreiben nicht Ihre Privatanschrift, sondern die Adresse des Bestattungsinstituts an.

Beispiel:

Statt: Trauerhaus Hilde Meier, Hauptstraße 123 in 98765 Musterstadt; besser: Schriftliche Kondolenzbekundungen an das Beerdigungsinstitut Schmidt & Söhne GmbH, Bahnhofstr. 99 in 98765 Musterstadt erbeten.

Enge Freunde kennen ohnehin die richtige Anschrift. Entferntere Bekannte des Verstorben können die Anschrift des Bestattungshauses ohne Bedenken nutzen. Stellen Sie notfalls sicher, dass sich während der Beisetzung jemand in der Wohnung aufhält und so deutlich macht, dass die Wohnung nicht leer ist (Radio- und Fernsehgeräte einschalten, Rollläden, Jalousien und Gardinen bewegen etc.).

Übrigens gilt das nicht nur für die Wohnung des Verstorbenen, sondern auch für die Wohnung der Angehörigen, die als trauernde Hinterbliebene in der Todesanzeige aufgeführt sind. Familienangehörige und enge Freunde informieren Sie am besten mit einer schriftlichen Todesnachricht in einem verschlossenen Brief. In diesem Schreiben können Sie selbstverständlich alle persönlichen Daten umfassend angeben.

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