Privatbanken: Sich Beschweren verspricht meist Erfolg

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Das Schlichtungsverfahren der privaten Banken in Deutschland wurde im Jahr 2009 deutlich häufiger als in den Vorjahren genutzt. Aus diesem Grund wurde ein sechster Ombudsmann zur Bewältigung der zunehmenden Kundenbeschwerden berufen.

Der neue Schlichter Rainer Mößinger ist bei der Kundenbeschwerdestelle des Bundesverbands privater Banken (BdB) erreichbar (www.bankenombudsmann.de).

Die Schlichtungsstelle der Privatbanken musste im Jahr 2009 rund 6500 Kundenbeschwerden bearbeiten. Das sind 35 Prozent mehr als im Vorjahr, in dem es rund 4800 Beschwerden waren. Die Ombudsleute entschieden 2009 insgesamt 3541 Fälle. In 2076 Fällen (59 Prozent) ging das Urteil für den Kunden positiv aus. 1465 der Ombuds-Beschlüsse fielen zugunsten der Bank.

Der neue Beschwerdenrekord hängt vor allem mit der Finanz- und Wirtschaftskrise zusammen. Die Anzahl der Beschwerden, die das Wertpapiergeschäft betreffen, stieg auf 48 Prozent aller Mängelrügen, maßgeblich wegen des Zusammenbruchs der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008. Zahlreiche Kleinanleger hatten mit Zertifikaten dieser Bank ihr ganzes darin investiertes Geld verloren und klagten wegen Falschberatung durch ihre deutsche Bank.

Tipp
Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos. Wenn Sie sich als Kunde einer Privatbank beschweren wollen, müssen Sie den Sachverhalt schriftlich genau schildern und zusammen mit Kopien der dafür notwendigen Unterlagen an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband Deutscher Banken, Postfach 040307, 10062 Berlin schicken.

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