Keine Prospekthaftung trotz zu optimistischer Prognose

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Die Anforderungen an den Emittenten eines Fondsprospekts bzw. an eine Bank bezüglich der Aufklärung eines Kunden über die Geldanlage sind begrenzt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. XI ZR 337/08).

Auch eine optimistische Erwartung der Entwicklung einer Kapitalanlage darf einer Anlageempfehlung zugrunde gelegt werden, wenn die Tatsachen, die diese Erwartung stützen, sorgfältig ermittelt sind und die darauf gestützte Prognose der künftigen Entwicklung aus damaliger Sicht vertretbar ist.

Die Richter bestätigen damit, dass der Herausgeber des Prospekts zwar Angaben zu der voraussichtlichen Entwicklung des Anlageobjekts machen muss, aber keine Gewähr dafür zu übernehmen braucht, dass diese Prognose auch eintritt. Die Prognose muss lediglich vertretbar erscheinen und kann daher auch optimistisch ausfallen. Im verhandelten Fall ging es um einen geschlossenen Immobilienfonds, der nach ausbleibenden Mieteinnahmen in Schwierigkeiten geraten war.

Tipp
Bei Anlagen in Fonds bleibt immer ein Restrisiko beim Anleger selbst. Beachten Sie auch, dass Sie durch den Ausgabeaufschlag und die Managementkosten Nachteile gegenüber einem direkten Investment z.B. in Aktien, Anleihen oder Rohstoffe haben. Die Angaben zur Wertentwicklung bzw. zum Risiko beziehen sich immer auf die Vergangenheit und können nicht geradlinig in die Zukunft fortgeschrieben werden, v.a. dann nicht, wenn sich das Umfeld des Fonds oder der Branche nachhaltig ändert (Konjunktur, Zinsen o.Ä.).

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