Erfolgreiche Geldanlage dank niedriger Gebühren

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Die besinnlicheren Zeiten um den Jahreswechsel nutzen Investoren gerne, um ihre Anlagestrategie zu überdenken und endlich einmal das eigene Depot auszumisten. Dabei wird ein wichtiger Faktor für den dauerhaften Erfolg der eigenen Anlage oft übersehen: die Höhe der beim Erwerb und der Veräußerung von Wertpapieren anfallenden Gebühren. Noch immer zahlen viele Anleger ohne zu murren beispielsweise beim Kauf und Verkauf von Aktien über ihre Hausbank Gebühren in Höhe von 1 % der Anlagesumme. Dabei gibt es unter den Banken längst Konkurrenten, die vergleichbare Aufträge zu einem Bruchteil der Kosten abwickeln.

Auch wer sich im Laufe des Jahres über schlechten Service bei seiner Depotbank geärgert hat, sollte sich überlegen die Bank oder den Broker zu wechseln. Die Unterschiede beim Preis und gebotenen Service sind unter den Anbietern vielfältig. Deshalb gilt es, auf die folgenden Punkte zu achten, die beim Wechsel der Depotbank von Bedeutung sind:

  • Handelsangebot: Das Handelsangebot des Online-Brokers bestimmt darüber, welche Wertpapierarten Sie auf welchen Märkten handeln möchten. Handeln Sie mit Aktien, Optionen und Optionsscheinen, Zertifikaten, Fonds, Währungen oder Rohstoffen, so sollte dies auch über den Online-Broker möglich sein. Achten Sie zudem auf den jeweiligen Marktzugang und die damit verbundenen Kosten. Je nach Börsenplatz können hier unterschiedliche Gebühren anfallen.

  • Orderplatzierung: Die Orderplatzierung bei einem Online-Broker erfolgt in der Regel online, also über das Internet. Dies setzt eine stabile Handelsplattform des Online-Brokers und einen stabilen Internetanschluss beim Trader voraus. Viele Online-Trader legen zusätzlich Wert auf die Möglichkeit, per Telefon zu handeln. Informieren Sie sich in diesem Fall genau über die Möglichkeiten der telefonischen Order und den damit verbundenen Zusatzkosten.

  • Zugang zu Börsenkursen: An der Börse kann es mitunter sehr schnell zur Sache gehen. Wer keine Marktbewegungen verpassen möchte, sollte sich einen Online-Broker mit kostenlosen Realtimekursen aussuchen. Auf diese Weise wird eine Kursverfolgung in Echtzeit sichergestellt.

  • Depotgebühren: Die Depotgrundgebühr haben die meisten Online-Broker inzwischen abgeschafft. Doch Vorsicht: Einige Anbieter koppeln dies an eine Mindestanzahl an Orders oder sonstige Bedingungen. Hier heißt es also, genau hinzuschauen. Bei der Brokerwahl sollten Sie am besten einen Anbieter ohne Jahresgrundgebühr auf das Depot bevorzugen. Auch sollten Sie die Kosten pro Order, also die Transaktionskosten, so gering wie möglich halten. Denken Sie daran: Kosten schmälern am Ende Ihren Gewinn.

  • Service: Niedrige Gebühren sind meist mit einem verminderten Service-Angebot verbunden. Dass dies nicht immer der Fall sein muss, zeigt der preisgünstige Anbieter Flatex (www.flatex.de). In der Flatex-Akademie werden Webinare, Online-Seminare und Einzelschulungen angeboten – alles komplett über das Internet.

Die Auswahl des Brokers hängt vor allem vom Umfang der eigenen Handelstätigkeit ab. Wie viele Kauf- und Verkaufsaufträge führen Sie jährlich durch? Sind es nur eine Handvoll? Oder kommen Sie monatlich locker auf 30 Aufträge?

  • Zu den Kleinanlegern zählen Broker-Kunden mit einem Depotvolumen von weniger als 10000,00 €. Sie geben etwa zehn Orders pro Jahr ab und sind eher auf eine langfristige Rendite aus. Gerade für Anleger in dieser Sparte ist zu beachten, dass ihre Gewinne nicht durch zu hohe Depotkosten aufgezehrt werden. Häufig für Kleinanleger empfohlen werden die Anbieter Citibank, ING Diba und Flatex. Transparente Gebühren, kostenlose Depots und eine gute Auswahl an handelbaren Fonds, in die Kleinanleger gerne investieren, sprechen für diese Institute. Kleinere Aufträge von wenigen Tausend Euro werden zudem nur mit geringen Gebühren belastet.

  • Zur mittleren Gruppe zählen Anleger mit einem Depotvolumen von bis zu 50000,00 €. In dieser Größenordnung werden selten mehr als 20 Aufträge im Jahr erteilt. Anleger in dieser Sparte setzen vor allem auf Aktien und wickeln gelegentlich einen Auftrag direkt an Auslandsbörsen ab. Einzelne Transaktionen können bis zu einer Höhe von 5000,00 € gehen. Interessant könnte die Zahl der beim Broker zur Verfügung stehenden ausländischen Handelsplätze sein.

  • Besser betuchte Anleger haben mindestens 100000,00 € im Depot liegen. Durchschnittlich zwei Dutzend Aufträge wickelt dieser Anlegertyp im Jahr über seine Bank ab. Um sich keine Chancen entgehen zu lassen, hat dieser Anleger das Geschehen an der Börse ständig im Blick. Gewünscht ist eine möglichst schnelle Ausführung der jeweiligen Order und die Nutzung moderner Kommunikationsmittel zum Handeln wie etwa Smartphone oder PC-Tablet.

Um den besten Broker für Ihre Handelsaktivitäten zu finden, lohnt sich ein Besuch im Internet unter onlinebrokervergleich.org. Nach Eingabe Ihres durchschnittlichen Ordervolumens, der Anzahl der Aufträge im Jahr und dem durchschnittlichen Depotvolumen erhalten Sie den für Ihre Handelsaktivitäten günstigsten Anbieter angezeigt.

Wer von einem Online-Broker zum anderen wechseln möchte, sollte genau darauf achten, welche Kosten berechnet werden. Zwar hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Depotanbieter beim Depotwechsel keine Kosten erheben dürfen (Az. XI ZR 200/03, XI ZR 49/04). Jedoch gilt dies nur für Wertpapieranlagen in Deutschland. Wertpapiere im Ausland sind davon ausgenommen.

Suchen Sie im Wechselfall am besten frühzeitig den Dialog mit Ihrem bisherigen Online-Broker und lassen Sie sich die Höhe der möglicherweise anfallenden Gebühren schriftlich bestätigen.

In der Regel dauert der Online-Broker-Wechsel in Deutschland ein bis zwei Wochen. Sind ausländische Broker beteiligt, so kann dies länger dauern. Während des Übertrags kann weder mit bestehenden Wertpapieren gehandelt werden noch neue Wertpapiere in die beteiligten Depotkonten hinzugefügt werden.

Beim Wechsel sollten Sie entscheiden, ob Sie das alte Depot behalten oder dieses auflösen möchten. Eine Kündigung des alten Depots empfiehlt sich besonders dann, wenn Jahresgrundgebühren erhoben werden.

Quelle: "Der GeldBerater", Dezember 2013

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