Der Kampf um Kunden am Geldautomaten

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Das Girokonto bei einer Internetbank ist oft kostenlos. Doch Bargeld abheben könnte teuer werden.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken führen etwa drei Viertel aller Girokonten. Bei der Anzahl der Geldautomaten sieht es ähnlich aus. Jetzt machen diese Häuser Front gegen die Praxis, dass Kunden von Direktbanken mit der VISA-Karte gratis an ihren Automaten Geld abheben.

Ein Wechsel des Girokontos ist mit viel Aufwand verbunden. Selbst Einsparungen von 150 Euro und mehr im Jahr bewegen nur wenige Kunden zum Wechsel. Das wissen auch die Direktbanken. Seit einiger Zeit versuchen sie daher, über den Hebel "Geldautomaten" neue Kunden zu gewinnen.

Die Voraussetzungen sind günstig. Denn: Nach einer Recherche der FMH-Finanzberatung, Frankfurt, bei 70 Banken verlangen Banken und Sparkassen für die Bargeldabhebung mit ec-Karte oder Maestro-Karte durchschnittlich 5,49 Euro. Die Spanne reicht dabei von 3,25 Euro bis zu 10 Euro.

Diese hohen Kosten können Direktbank-Kunden umgehen, indem sie die VISA-Karte zum Geldabheben nutzen. Dabei darf die Bank für das Geldabheben nur 1,74 Euro berechnen. Diese Pauschale übernehmen viele Direktbanken, sodass die Kunden kostenlos an Bargeld kommen. Das war für viele mit ein Grund, um zu einer solchen Direktbank zu wechseln.

Doch jetzt wollen einige Sparkassen dieser Praxis einen Riegel vorschieben und den Direktbanken den Wettbewerbsvorteil streitig machen. So akzeptiert etwa die Sparkasse Heilbronn keine VISA-Karten am Geldautomaten mehr.

Geldtipp
Für Direktbank-Kunden, die zur Bargeldbeschaffung ihre ec-Karte oder Maestro-Karte nutzen müssen, heißt das: Sie sollten sich schon vorher über den Preis fürs Geldabheben informieren. Das gilt auch für alle anderen Bankkunden, die sich an einem verbundfremden Automaten mit Bargeld versorgen. Was viele nicht wissen: Nicht das Institut, bei dem sie das Geld holen, legt die Kosten für die Abhebung fest, sondern die eigene Bank, ungeachtet dessen, was die fremde Bank für die Bedienung ihres Automaten verlangt.

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