Kreditgebühr bis Jahresende zurückfordern

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Bearbeitungsgebühren für Privatkredite sind unzulässig. Jetzt hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass auch Alt-Kunden ungerechtfertigt erhobene Bearbeitungsentgelte zurückfordern können – und zwar bis zu zehn Jahre rückwirkend.

Normalerweise verjähren solche Rückforderungsansprüche in drei Jahren. Ausnahmsweise verschiebt sich hier aber der Verjährungsbeginn in das Jahr 2011. Denn die frühere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hatte Bearbeitungsentgelte in "banküblicher Höhe" gebilligt. So konnte zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal ein Rechtsanwalt, geschweige denn ein rechtsunkundiger Kreditnehmer den Ausgang einer Rückforderungsklage ausreichend einschätzen.

Nach Ansicht der Richter war aufgrund der unklaren Rechtslage den Kreditnehmern erst dann zuzumuten, Rückforderungsansprüche zu stellen, als im Jahr 2011 mehrere Oberlandesgerichte die Kreditgebühren als unzulässig einstuften.

Verjährt sind also allenfalls Rückforderungen für Bearbeitungsentgelte, die vor mehr als zehn Jahren gezahlt wurden sind. Für alle unzulässigen Entgelte, die vor 2004 gezahlt wurden greift ohnehin die absolute Verjährungsfrist von zehn Jahren (BGH, Urteil vom 28.10.2014, XI ZR 348/13 ).

Handeln Sie schnell! Für seit 2011 gezahlte Bearbeitungsentgelte gilt nämlich die dreijährige Verjährungsfrist. Sie haben bis zum Jahresende 2014 Zeit, Ihre Rückforderungsansprüche zu stellen. Wenden Sie sich schriftlich an Ihre Bank und fordern Sie Ihr Geld zurück. Weigert sich Ihre Bank, Ihrer Forderung nachzukommen, können Sie sich an den Ombudsmann der privaten Banken wenden oder schalten Sie einen Fachanwalt ein.

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