Bankberatung: Schlichten statt richten

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Ärger mit der Bank muss nicht gleich vor Gericht enden, denn viele Banken unterhalten Schlichtungsstellen, an die Sie sich wenden können. Dort arbeiten unabhängige Ombudsleute, die zuvor oftmals Richter waren. Das Engagement eines Ombudsmannes zahlt sich für Kunden wie auch für Kreditinstitute aus. Schließlich werden so teure Prozesse vermieden.

Zunächst gilt es für den Kunden zu prüfen, ob seine Bank eine Ombudsmann oder Schlichtungsstelle unterhält. Je nach Zugehörigkeit in Verbände müssen sich Kunden an verschiedene Adressen wenden. Kompliziert ist das für verärgerte Kunden von Sparkassen, die in Verbünden organisiert sind. Für sie gibt es nicht eine Anlaufadresse, sondern viele. Die Adressen erhalten Kunden von ihrer Bankfiliale.

Ein Blick in die Schlichtungsordnung verrät, ob das Anliegen von der Schlichtungsordnung abgedeckt ist. Jeder Verband hat sich eigene Verfahrensregeln auferlegt. In der Regel werden Fälle nicht angenommen, die bereits bei einem Gericht anhängig sind, bei denen ein Antrag auf Prozesskostenhilfe mangels Erfolgsaussichten abgelehnt wurde oder wenn die Streitsache bereits verjährt ist und die Bank sich auf diese Verjährung beruft.

Ist ein Schlichtungsverfahren möglich, sollte der Kunde den Fall samt Lösungsvorschlag einreichen (etwa "Rückabwicklung" oder "Neuberechnung"). Einige Zeit später erhält er einen Schlichtungsvorschlag zurück, ebenso das betroffene Kreditinstitut. Einige Verfahrensordnungen legen fest, dass dieser Vorschlag für das Institut bindend ist, nicht aber für den Kunden. Er kann sich immer noch überlegen, ob er ein Verfahren vor Gericht einleitet.

Tipp
Das Ombudsverfahren ist für Sie kostenlos. Sie tragen lediglich Ihre eigenen Kosten für Porto oder Telefonkosten. Wenden Sie sich gleich an die für Ihre Bank zuständige Beschwerdestelle: private Banken www.bdb.de, öffentliche Banken www.voeb.de, Genossenschaftsbanken www.bvr.de, Sparkassen www.dsgv.de. Kommen Sie dabei zu keinem zufrieden stellenden Ergebnis, können Sie sich an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wenden: www.bafin.de.

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